heim.at im pantheon

„Vom Anfang der Zeit bis zum Ende aller Dinge. Vom ersten Kopfhörer bis zur letzten Kreuzfahrt. Ein Programm im Zeichen der Zeit: ‚heim.at‘ ist eine abgründige Wendeltreppe in die Katakomben des österreichischen Unterbewusstseins. Ein komplexes Mosaik über die Ursachen und Folgen der Gegenwart. Gefügt aus persönlichen Erinnerungen und politischen Erfahrungen. Voll hintergründiger Zusammenhänge und optischer Täuschungen. Ein schillernder Trümmerhaufen, aus dem ganz zart die Hoffnung leuchtet.“

Durch „Indien“, der verfilmten Tragikomödie, die er zusammen mit Josef Hader schrieb, wurde Alfred Dorfer auch hierzulande bekannt. Inzwischen gehört er zur Cremè deutschsprachiger Polit-Kabarettisten.

Für Österreicher, besonders für österreichische Künstler, ist es derzeit nicht gerade leicht, sich mit ihrem Heimatland zu identifizieren. Seit dem Regierungswechsel weht Kunstschaffenden von höchster politischer Ebene starke Ablehnung entgegen. Das allerdings ist noch lange kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Und einer wie Alfred Dorfer wäre dazu auch gar nicht in der Lage. Statt dessen gräbt er tief. Buddelt sich hinunter in die Abgründe des österreichischen Unterbewusstseins. Und findet dort einen Scherbenhaufen, Brocken von Ursachen und Folgen der Gegenwart. Antritte, Skandale und Rücktritte prägen diese Zeit. Szenen so schnell wie Videoclips und kleine Hoffnungsschimmer prägen das Programm, das Dorfers viertes Solo ist. Unterstützt wird er dabei von einer vierköpfigen Band.
Pantheon, 5.1. bis 7.1 um 20 Uhr.

Kommentar (1)

  1. reeky hectare

    Barabsi’s Law of Programming: Program development ends when the program does what you expect it to do whether it is correct or not — Albert-Lszl Barabsi

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