Rolltreppe statt Glanz der 20er Jahre

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„Die neuen Eigentümer – ein Bonner Nachbar des Kinos und das Ratinger Immobilienunternehmen ‚Interboden‘ – setzen auf ein ‚hochwertiges Handelskonzept in historisch-wertvollem Ambiente‘. Von Letzterem wird allerdings nicht mehr allzu viel übrig bleiben, geht man nach der Bauvoranfrage an die Bonner Stadtverwaltung: Weg mit dem Zuschauerraum, eine Zwischendecke im großen Saal, weg mit der Galerie, weg mit der Bühne, dafür eine neue Rolltreppenanlage“, schreibt Christian Hümmler im Kölner Stadt Anzeiger über die Pläne zum Umbau des Bonner Metropols. Und weiter: „In Zeiten, in denen Millionen investiert werden sollen, um längst versunkene Stadtschlösser – möglichst samt aller mit ihnen verbundenen Gefühle – wieder auferstehen zu lassen, mutet es grotesk an, sich von einem real vorhandenen und von Generationen geschätzten Denkmal zu trennen.“