Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung in Bonn veranstaltet Kunstaktion und verteilt anonyme Handykarten

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat) in Bonn, ruft am Samstag, den 31.05.2008, zur Teilnahme am dezentralen Aktionstag gegen die ausufernde Überwachung durch Wirtschaft und Staat auf. In über 30 Städten werden besorgte Bürgerinnen und Bürger unter dem Motto „Freiheit statt Angst“ auf die Straße gehen, um für den Erhalt ihrer Grund- und Freiheitsrechte zu demonstrieren.

Unter dem Titel „Übergang zur Überwachung“ informieren die ehrenamtlich engagierten Mitglieder vom Arbeitskreis in Bonn über aktuelle Gesetzesvorhaben.

Blickfang ist dabei ein Zebrastreifen in der Sürst, Ecke Gangolfstaße am Münster. Dies soll den fortschreitenden Abbau von Grundrechten der Bürgerinnen und Bürger anhand aktueller Beispiele veranschaulichen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich am Stand zu informieren und haben Gelegenheit, Fragen an den Arbeitskreis zu richten. Die Aktion findet ganztägig statt.

Als Teil des Bündnisses „Stoppt die E-Card“ unterstützen der AK Vorrat Ärzte und Patienten gegen die Einführung der eGesundheitskarte. Mit der eGesundheitskarte sollen sensible Krankheitsdaten nicht mehr in der Arztpraxis, sondern auf zentralen Computern aufgehoben werden. Bis zu 2 Millionen Menschen aus dem Gesundheitsbereich können auf diese Daten zugreifen. Die eGesundheitskarte ist teuer, belastet Ärzte und Patienten und gefährdet die Sicherheit der sensiblen Krankheitsdaten der Patienten. Hierfür sammelt der Arbeitskreis Unterschriften.

Petition gegen das BKA-Gesetz: Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, die Petition an den Deutschen Bundestag gegen das BKA-Gesetz zu unterzeichen. Hierzu finden Sie ebenfalls am Infostand Gelegenheit.

Handy-Kartenaktion: Auch als Reaktion auf den jüngsten Telekom-Skandal verteilt der Arbeitskreis am Samstag pseudoregistrierte Handykarten zum anonymen telefonieren. Nicht nur für Journalistinnen ein „Muss“. Den Handykarten wird ein „Beipackzettel“ mit näheren Informationen beiliegen.

„Der aktuelle Telekom-Skandal zeigt, dass die Sammlung von Vorratsdaten zu Missbrauch einlädt“, erklärt Robert Linden vom AK Vorrat in Bonn. „Die Bürgerinnen und Bürger haben das Recht auf einen effektiven Schutz ihrer Privatsphäre!“. Gabriele Pohl vom AK Vorrat in Bonn fügt hinzu: „Um das zu gewährleisten, muss Datensparsamkeit ernsthaft und entschlossen praktiziert werden.“

Über den AK Vorrat:

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung Bonn (AK Vorrat Bonn) möchte in der Bonner Region das Bewusstsein für Privatsphäre und Informationelle Selbstbestimmung stärken und setzt sich gegen Überwachung und Vorratsdatenspeicherung: „Wir definieren uns als Datenschützer.“

Siehe auch:

Kommentare (2)

  1. Pingback: ueber morgen in Bonn

  2. Pingback: Anst statt Freiheit

Kommentare sind geschlossen.