450.000 € für Videoüberwachung

Die Stadt vermeldet, dass nun alle rund 190 SWB-Linienbusse mit Videoüberwachungssystemen ausgestattet sind.

Das digitale Material aller Kameras wird 48 Stunden gespeichert, bevor es wieder überschrieben wird. Der Fahrer kann aber eigenständig über eine Alarmtaste eine Überschreibung von Material verhindern. Dann wird das Videomaterial fünf Minuten vor diesem Zeitpunkt und zehn Minuten danach gespeichert.

Auch die Straßenbahnen sind bis auf einige ältere Modelle alle mit Überwachungskameras ausgestattet. Vorangegangen war die Installation von Kameras an Haltestellen:

SWB Bus und Bahn hatte bereits bis 2008 auch 310 Videokameras an ausgewählten Bahn-Haltestellen im SWB-Netz installiert, an das Videoüberwachungssystem in der Verkehrs-Leitstelle angeschlossen und in Betrieb genommen.

Als Begründung muss – mangels ausreichender objektiver Gründe? – mal wieder das subjektive Sicherheitsempfinden herangezogen werden.

SWB-Geschäftsführer Heinz Jürgen Reining: „Mit den neuen Videoschutzanlagen in den Bussen wollen wir das subjektive Sicherheitsgefühl unserer Fahrgäste und unseres Fahrpersonals erhöhen und präventiv auch potentielle Straftäter bereits im Vorfeld abschrecken.“

Es gibt ja auch noch Fahrräder.

Kommentare (3)

  1. Michael Faber

    Nach den Empfehlungen des Landesdatenschutzbeauftragten darf die Videoüberwachung nicht die Regel sein sondern kommt nur als Ergebnis von Einzelfallprüfungen in Betracht: https://www.ldi.nrw.de/mainmenu_Datenschutz/submenu_Datenschutzrecht/Inhalt/Videoueberwachung/Inhalt/Videoueberwachung_Verkehrsmittel/Videoueberwachung_Verkehrsmittel_Video.pdf. Dem widerspricht die Bonner Praxis! Uns sind als Linksfraktion mangels Vertretung in den SWB-Gremien leider die Hände gebunden. Wir konnten nur zum „scharfen Schwert“ der großen Anfrage greifen: http://www2.bonn.de/bo_ris/ris_sql/sum_schnell_result.asp?e_search_1=1113733&e_und_oder=and&e_search_2=&e_volltext=No&e_periode_09=Yes&submit=Suche+starten. Bis zur Evaluation nach 2 Jahren sind uns leider erstmal die Hände gebunden! 🙁

  2. Hans

    Solange es keine riesige Datenbank wie in den USA gibt finde ich es noch ganz okay.. Als Berliner bin ich ja relativ viel gewöhnt.

    Ich warte ja noch auf die wie in den USA üblichen schuss akustik geräten, bei den ganzen schuss Opfern in Deutschland und Terroristischen anschlägen fühle ich mich unsicher ,-)

  3. Christian (Beitrag Autor)

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