Archiv des Autor: Mark

Samstagnachmittag in Bonn

Eine feine Fotostrecke gibt’s drüben beim Herrn S.: Samstagmittag in Bonn – „Ein paar Bilder. Einfach mal so, vom Spaziergang durch die Stadt und am Rheinufer entlang.“

Einreiseverbot für Westerwelle

via titanic

Bonner Abgeordnetenwatch

Am Donnerstag startete die Bonner Regionalsite von abgeordnetenwatch.de. Bisher gibt es sechs Fragen und eine Antwort. Interessant ist zur Zeit vor allem, wie wohl Georg Fenninger und Dieter Schaper auf die kritischen Nachfragen zu ihrer abwehrenden Haltung gegenüber abgeordnetentwatch.de reagieren…

17 Quadratmeter Italien

Da müsse ich mal vorbei, sagte die Kollegin. Ich stehe ja auf italienische Caffébars, drum. Also fahr’ ich mal vorbei: Ecke Poppelsdorfer Allee/Fußgängerunterführung, zum Café Sued. Die kleine Kaffeebar liegt gleich gegenüber vom Bristol an der S-Bahnhaltestelle. Dementsprechend geht’s zu wie im Taubenschlag. „Hallo Susanne, Latte machiatto?“. Daniel Albrecht kennt seine Gäste.
Auf 17 Quadratmetern ist das besser so. Ziemlich intim, ziemlich wuselig, ziemlich nett. Hat sie recht gehabt, die Kollegin. Und: Auch als „Fremder“ wird man schnell aufgenommen. Sehr italienisch eben.

Daniel, du betreibst seit vier Jahren das Café Süd, wie kam es dazu?
Ich habe hier in der Ecke gewohnt und zwanzig Jahre im Hotelfach gearbeitet. Als dann hier in diesem Laden nur Zwischenlösungen parkten, dachte ich mir: was in Italien funktioniert, funktioniert hier auch – eine Kaffeebar mit Charme.
Es sollte so einfach, wie möglich sein, drum habe ich alles selbst eingebaut.

Wie lief es zum Start, wie läuft es heute?
Anfangs hatte ich eine 6-Tage-Woche, ich war ständig im Laden. Das ist wichtig, weil ich den Standort etablieren wollte und mir auch wichtig war, wie Gäste hier empfangen werden. Neben gutem Caffé sollen die Menschen auch begrüßt und freundlich verabschiedet werden und überhaupt eine besondere Atmosphäre bekommen.
Das erste Jahr war entsprechend hart, ich habe viel Zeit investiert. Aber es hat sich gelohnt. Nach zehn Monaten hatte ich die erste Aushilfe. Das zweite und dritte Jahr lief besser. Heute bin ich zufrieden. Es gibt viele Stammkunden, die morgens vor der Arbeit vorbeischauen oder auf dem Weg zur Uni hier halten.

Wie oft stehst du heute hinterm Tresen?
Ich habe eine Fünftagewoche und bin jeden Vormittag hier. Zwei Monate lang habe ich sogar Elternzeit genommen und eine Kollegin das Café Süd managen lassen.

Woher beziehst du deine Kaffeebohnen?
Die stammen von Zandegiacomo, die seit 40 Jahren in Deutschland sind und italienische Waren importieren und vertreiben. Meine Verwandschaft, denn mein Vater ist Italiener. Den Caffè vertreiben wir gemeinsam.

Nach den vier Jahren in der eigenen Kaffeebar: Kannst du zuhause überhaupt noch Kaffee trinken?
Aber klar. Zuhause trinke ich gerne Filterkaffee. In der Bar trinke ich auch genug – und außerdem gehe ich gerne in andere Cafés, um zu schauen und zu lernen. Aber auch weil ich es mag.

Deine Favoriten?
Der Cafe-Roller an der Kreuzkirche, vor allem wegen der Atmosphäre und – entgegen aller Vorurteile – das Cafetiero in der Innenstadt.

Vielen Dank für das Gespräch.

Gerne, meint Daniel noch und verschwindet hinterm Tresen. Der nächste Gästeschwung stürzt herein. Es geht zu wie im Taubenschlag. Sehr italienisch eben.

 

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Der Wirklichkeitstest startet…

Gestern auf dem Marktplatz drüber gestolpert. Sehr frisch, sehr spannend, sehr sehr: „Auf der Suche nach der Wirklichkeit verlassen wir für unsere Performance-Reihe die Theaterhäuser und Kunsträume und begeben uns mitten hinein in die soziale Realität vor Ort. Wir wollen erkunden, was passiert, wenn Poesie auf Wirklichkeit trifft. Stellen Sie sich vor: Ihr Taxifahrer singt plötzlich eine Opernarie und erzählt erstaunliche Geschichten aus seinem Leben. An der Kasse im Supermarkt beginnt der Scanner unvermittelt über das Phänomen Zeit zu philosophieren. Im Stadthaus erklingt in allen Ecken Homers Odyssee. Der Rhein beginnt zu singen. Mitten auf dem Münsterplatz gründen Menschen, die sich vorher noch nicht kannten, eine Wohngemeinschaft. In einem Schaufenster findet eine Sicherheitskonferenz statt. Aus dem Megaphon eines Wahlkampfautos dröhnen Gedichte von Heinrich Heine. Und ein afghanischer Junge stutzt einem deutschen Topmanager auf dem Marktplatz von Bad Godesberg den Bart.

Eine Woche lang wird der öffentliche Raum der Stadt Bonn zum Manövergebiet für unsere spielerischen Eingreiftruppen. Auf der Schnittstelle zwischen Inszenierung und Realität werden Aktionen stattfinden, die für Irritationen im Alltag sorgen. Unvermittelt werden Passanten auf offener Straße zu Beobachtern und sogar zu Mitwirkenden eines Theatergeschehens. Es geht darum, das Fremde im Vertrauten aufzuspüren. Die Stadtgeschichte mit der Gegenwart ins Spiel zu bringen. Für Unterbrechungen in der Routine zu sorgen. Das Unwahrscheinliche geschehen zu lassen.
Seien Sie auf vieles gefasst! Lassen Sie sich irritieren!“

wirklichkeitstest.de

Wirklichkeitstest ist eine Performance-Reihe für Bonn und eine Koproduktion von THEATER BONN und fringe ensemble.

Wenn es einen Wirklichkeitssinn gibt, muss es auch einen Möglichkeitssinn geben. Wer ihn besitzt, sagt beispielsweise nicht: Hier ist dies oder das geschehen, wird geschehen, muss geschehen; sondern er erfindet: Hier könnte, sollte oder müsste geschehen; und wenn man ihm von irgend etwas erklärt, dass es so sei, wie es sei, dann denkt er: Nun es könnte wahrscheinlich auch anders sein.
Robert Musil

Bonner Facebookgruppe

Die Empfehlung des Tages „Bonn komplett kostenlos und kratis ähh.. gratis„:

„Wie der Name schon sagt richtet sich diese Gruppe an alle Bonner Pfennigfuchser, Geizhälse, (Exil-) Schotten und/oder Schwaben, Sparer, Studenten, Schnorrer und alle anderen, die entweder aufs Geld schauen oder erst gar keins haben.

Wir geben Tips, wo wann was los ist und was einen da erwartet. Und damit man da nicht alleine hingehen muss, vermitteln wir euch auch gleich noch die passende Begleitung. Natürlich kostenlos…“

Flashmob im Bonner Hauptbahnhof

Theater Bonn, 25.03.2011 im Hauptbahnhof Bonn

next try: Webmontag in Bonn

Wer?

„Herzlichen willkommen sind alle aus dem Bonner Raum, die sich beruflich mit Themen des Internets auseinandersetzen oder sich privat engagieren, in dem sie z.B. Open-Source-Projekte betreiben. Es wird niemand kategorisch ausgeschlossen und natürlich darf man auch unangemeldet erscheinen (was nur die Planung etwas erschwert).“

Wie?

„Der Webmontag ist ein zwangloses Zusammentreffen der Branche um bei einem Kaffee oder Bier Kontakte zu knüpfen und aktuelle Themen zu diskutieren. Ab und an werden auch Vorträge gehalten – jeder ist eingeladen, sich einzubringen.

Die Vorträge sollten 5-10 Minuten nicht überschreiten und müssen vorher angekündigt werden. Es wird nicht zensiert, aber verhindert, dass sich Themen überschneiden oder ggf. zu viele Vorträge auf einen Abend fallen. Üblicherweise geht es in den Vorträgen um fachliche oder technische Themen. Es dürfen sich aber auch gerne Freelancer, Firmen oder Startups vorstellen.“

Wann und Wo?

Montag, 14. März um 19:00 Uhr im Galestro, Münsterplatz

Infos
webmontag-bonn.de

Bonner Locations bei plazaa.de

»Während Städteguides wie Qype und Yelp erwachsen werden und expandieren, entsteht ein neuer Bedarf an persönlichen, handverlesenen Empfehlungen. plazaa will helfen … Ein schlankes Empfehlungsportal, bei der Selektion, Qualität und der soziale Charakter im Vordergrund stehen.«
Martin Weigert, netzwertig.com

Das hört sich schick an. Und das Stöbern nach Locations in Bonn bei plazaa macht Laune. Ich habe mir gleich das goldbraun auf die To-visit-Liste gesetzt, ebenso die Cafébar Macchiato – mal sehen, ob die Tipps was taugen. Der scheinbar absolute Star in Bonn ist die Frittebud. Zu recht natürlich.

Auf den ersten Blick ist plazaa.de eine kleine, feine Empfehlungs-Plattform für Locations in Nordrhein-Westfalen und Umgebung. Der besondere Fokus liegt auf Bonn und Köln. Wobei Bonn beitragsmäßig etwas hinterherhinkt. Wer das ändern will: Einfach mit dem Facebook-Profil anmelden und loslegen.

Was mir sehr gefällt: Durch die Bonner Profile streunen und schauen, wer was empfiehlt – oder eben nicht. Auch, wenn es funktional gar nicht weit von Qype entfernt ist, habe ich den Eindruck, dass die Personen und ihre Empfehlungen etwas stärker im Vordergrund stehen. Mal sehen, wie sich plazaa in den nächsten Monaten entwickelt…

Hochwasserversteigerung

Frisches Hochwasser aus Oberkassel bei ebay. Oder direkt von der Bonner Rheinpromenade