Archiv des Autor: Melanie

Bratwurst für´s Klima!

Wenn es heute von Klimaschutz die Rede ist, dann geht es schon lange nicht mehr nur darum, statt des Autos auch mal den Bus zu nehmen oder kurze Strecken zu gehen oder mit dem Rad zurück zu legen. Klimaschutz hat schon längst unsere Kühlschränke und Teller (meinetwegen auch Brettchen) erreicht. Dabei geht es um die Frage, was ich esse, wo es herkommt und was zwischen Entstehung und Verzehr damit passiert ist. Denn nicht nur die Fahrt zum Bäcker oder Metzger belastet das Klima, sondern auch die Herstellung, der Transport, das Lagern, Einkaufen und Zubereiten unserer Lebensmittel frisst Energie und ist daher eine Belastung für unser ohnehin schon gebeuteltes Klima.

Bei uns Deutschen entfällt von den rund zehn Tonnen Kohlendioxid die wir pro Jahr und Kopf verursachen sogar rund ein Fünftel auf die Ernährung, was wiederum damit zusammenhängt, dass wir ein Volk leidenschaftlicher Fleischfresser sind. „In deutschen Küchen dominieren Milch, Butter, Käse, Wurst und Fleisch – ein Ernährungsstil, der die persönliche Klimabilanz stark belastet.“ Was wir wiederum den Wiederkäuern wie Rindern, Schafen und Ziegen verdanken. „Wiederkäuer wie Rind, Schaf und Ziege rülpsen bei der Verdauung Methan aus, ein Gas, das 23mal stärker auf das Klima wirkt als Kohlendioxid.

Während das alles eher betrüblich anmutet und man sich, mal wieder, die Frage stellen muss, was man überhaupt noch essen kann, gibt es Trost für die Bonner, denn die können jetzt klimabewusst und daher mit bestem Gewissen ihre Currywurst genießen: Der Erivian-Imbiss in der Bonner Weststadt hat sich jetzt dem Klimaschutz verschrieben: „Für jede Currywurst, die über den Tresen geht, werden 20 Quadratzentimeter Regenwald gepflanzt. Die Idee dabei: Während ihres Wachstums nehmen die Bäume die gleiche Menge an Treibhausgas auf, wie bei Herstellung und Zubereitung der Schnellgerichte anfallen – rein rechnerisch ein Nullsummen-Spiel.“ …und damit sozusagen eine absolut klimaneutrale Mahlzeit.

Quelle: NABU – Magazin „Naturschutz heute“

Street Art – die xundxigte

 

Street Art Bonn Brüdergasse

Street Art Bonn Brüdergasse

Kleiner Geheimtipp – Erdbeertag

…falls sich das noch nicht rumgesprochen hat, die besten Erdbeeren Bonns gibts übrigens bei Schneiders Obsthof. Und der ist unter anderem in Beuel auf dem Markt und oben bei der Uni-Klinik mit einem Straßenstand zu finden. Morgen gibts jetzt im Berkumer Einkaufszentrum den Erdbeertag von Schneiders Obsthof. Mit Erbdeekuchen, kalten Getränken und leckerem vom Grill, einer Strohburg und einem Bauernhof Zoo für Kinder. 

Also wer noch nichts vor hat und sich nicht vom Wetter unterkriegen lassen will.. aber nach Berkum! Erdbeeren futtern!

Des einen Freud, des anderen Leid?

Liebe Mitbonnerinnen und Mitbonner,

war schön die letzten Tage, oder? Sonnig, warm ein klein wenig windig dabei, eigentlich doch perfekt, um es sich gut gehen zu lassen, am besten am irgendwo am Rhein. Am besten vielleicht sogar auf der Schäal Sick am Rhein, denn auch wenn da keiner von Euch unbedingt wohnen möchte, zum Grillen, Rumparadieren, Sonnen und Rumliegen keine schlechte Ecke, oder? Nicht so spießig wie die Rheinaue und sonniger und trockener als alles, was direkt unterhalb der Beethovenhalle so im Angebot ist, nicht wahr? Ja, finde ich auch, was mich allerdings wirklich nervt, ist das Ihr, die Ihr Euch an den Grillwiesen, den Liegewiesen, den kleinen Buchten und „Stränden“ freut, nicht den Anstand oder meinetwegen die Kinderstube habt, Eure Scheiße hinter Euch weg zu räumen. Das kann doch nicht so schwer sein, oder? Ihr rückt mit Wäschekörben, Bollerwagen und Einkauftstrolleys, sogar mit Schubkarren an um Eure Bierkästen, Grillkohlesäcke, Decken, Salate, Schweinehälften und Egos auf die Wiesen, an die Buchten etc. pp. zu karren und zwischen all dem Kram ist kein Platz für einen verdammten Müllsack in dem ihr den Mist zusammen räumt, wenn Ihr Euren Grillabend beendet habt? Das kann mir doch keiner erzählen. Klar, man ist müde, faul und voll gefressen, hatte einen schönen Abend und will einfach heim, irgendwer wird’s schon aufräumen?! Sagt mal geht’s noch? Schlimm genug, wenn das Prinzip früher zu Hause funktioniert hat, hier siehts aber ein wenig anders aus. Das sind öffentliche Plätze, da stehen Mülleimer, die werden geleert (gelegentlich) und gut zugeschnürte Säcke die da drum herum stehen, die werden auch mitgenommen und entsorgt. Aber es ist nicht die Aufgabe der Müllabfuhr das Rheinufer oder die Wiesen abzulaufen und Eure, ich kann es nur wiederholen, Scheiße einzusammeln. Und meine, oder die irgendeines anderen, der sich da einfach mal für ein zwei Stunden mit einem Buch ablegen will, ist es erst recht nicht! Also werdet endlich erwachsen und räumt Euren Kram zusammen! Ums ganz mütterlich zu sagen, eine Gemeinschaft kann nur funktionieren, wenn jeder sich darum kümmert seinen Mist zusammen zu kehren. Oder habt Ihr Lust erst den Kram von anderen zusammen zu räumen, bevor Ihr Euere Decken ausbreiten, Schubladen auskippen, Grillkohlen anstecken könnt?

So, und jetzt husch, husch aufräumen!

Revier markiert!

Die Sparkasse weiß, wie man optimal in Szene setzt 😉

Voba Auerberg.

Gesehen und geknipst in Auerberg von LarryNew.

Warum man seinen Kaffee nicht im Einstein trinken sollte.

Guter Kaffee „to go“ ist wirklich eine Sache, für die ich mich richtig begeistern kann. Ein schöner, großer Pappbecher mit duftenden und dampfendem Kaffee plus einem schönen Häubchen geschäumter Milch ist für mich, seit Kaffee sein „Melittafiltertüten mit Aromaporen-Exil“ verlassen hat, zu einem kleinen Stück Alltagsluxus geworden.

Irgendwie reicht mir schon der Becher in der Hand. Der muss natürlich nett aussehen und eine ansprechende Größe haben – bleib mir weg mit diesem Futzelbecherchen von Tchibo – aber in dem Moment in dem man mir diesen Becher in die Hand drückt, geht’s mir besser. Eine gewisse Entspannung setzt unmittelbar ein, selbst im Vorweihnachtsgeschäft und mitten in der Stadt. Es ist ein wenig, als würde der Becher in meiner Handfläche einen Mute-Button aktivieren, der für eine Weile das ganze Heckmeck um mich herum auf Lautlos schaltet.

Aus diesem Grund und da ich zu allem Überfluss nur wenig Kaffee vertrage, zelebriere ich meinen Kaffee to go natürlich. Wie gesagt, Tchibo kommt mir nicht in den Becher, Backshop-Shop oder Tankstellen-Kaffee sowieso nicht, mit Cafetiero werde ich auch nur bedingt warm. Hingegen bin ich durchaus ein Starbucks-Fan, aber es gibt auch guten Kaffee ab davon, beispielsweise im Cafe Cultura auf der Friedrich-Breuer-Str. in Beuel, im Cafe Podcast oder im Petit Cafe in der Thomas-Mann-Str. (dazu gibts in Kürze hier mehr), darüber hinaus ist der Illy Kaffee bei Häagen Dazs sehr gut und dann gibt’s da noch den vom Einstein. Letzterer ist wirklich gut. Kann man nicht anders sagen und wenn man masochistisch veranlagt ist, dann bringt es einem vermutlich auch eine gewisse Zusatzbefriedigung seinen Kaffee beim Einstein zu holen, wenn nicht, dann wirds vermutlich schwer…

Jetzt mal Hand auf´s Herz? Wo hat man denn jemals ausserhalb von Berlin eine so unglaublich unfreundliche Bedienung erlebt (die noch dazu jeden Charme von Berliner Schnauze entbehrt)? Es ist mir ein Rätsel, wie es sein kann, dass da eigentlich immer wenn man dran vorbei geht eine lange Schlange vor der Theke steht, ja der Kaffee ist gut, aber was ist mit dem Erlebnis?

Als kleines Beispiel: Vor mir hat kürzlich eine Frau einen mittleren Cappuccino und einen Ingwer-Cookie bestellt, ich wollte einen kleinen Chai-Latte (zum Mitnehmen). Beide hatten wir bestellt, die erste Bestellung wurde weitergebrüllt (5cm Raum bis zum Mitarbeiter an der Kaffeemaschine, aber man könnte meinen es läge ein Fussballfeld da zwischen), die zweite Bestellung wurde weiter gebrüllt: „Ein Medium Chai Latte zum hier trinken.“ Ich habe reklamiert, dass ich erstens einen kleinen wollte und zweitens den Chai gern mitnehmen würde. Schnaufen. „Der Chai ist jetzt zum Mitnehmen. 2,80 bitte!“ Rückfrage aus dem Hintergrund: „Ist der Cookie dann jetzt auch zum Mitnehmen?“ Ich wollte immer noch einen kleinen für 2,30 und keinen Cookie, die Frau vor mir schon, sie bekam ihn nicht. Schnaufen. „Der Chai zum mitnehmen ist jetzt ein kleiner Chai zum Mitnehmen.“ Daraufhin wieder die Frage nach dem Cookie, den ich immer noch nicht wollte und den die Frau vor mir immer noch nicht bekam, bezahlt hatte sie natürlich schon. Macht nichts. Ich bekam meinen Chai und einen Cookie auf einem Teller mit der Frage ob ich den nicht auch mitnehmen wolle. Wollte ich nicht. Aber einen Deckel für meinen Becher vielleicht? Jetzt nicht! Denn es gilt erstmal herauszufinden, wer den Cookie bekommt. Die Frau vor mir, endlich. Erleichtert und dankbar. Ich musste mir derweil vom Rücken meiner Bedienung anhören, dass Kunden wie ich ja das letzte seien. Mittlerer Chai hier, dann mitnehmen, dann kleiner Chai und schließlich noch die Sache mit dem Cookie. Gute Frau, ich kann Dir nur sagen, sei dankbar, dass meine Hand einen Mute-Button hat. Sonst hättest Du jetzt einen lauwarmen kleinen Chai zum Mitnehmen im Kreuz.Vor mir wartete die Frau mit dem Cookie immer noch auf ihren Cappuccino, wahrscheinlich steht sie immer noch da….

Ganz im Ernst Leute, das klappt so nicht auf ewig. Neben vielen kleinen Läden, in denen man in Bonn mittlerweile einen wirklich anständigen „Coffee to go“ bekommt, gibt´s in der Stadt zwei Starbucks-Läden, einen Cafetiero und zumindest akzeptablen McDonalds Kaffee an fast jeder Ecke. Wenn ich schon 3-4 € für meinen Kaffee (oder Chai) bezahle, dann kann ich dafür doch zumindest ein Minimum an Freundlichkeit erwarten? Ich will Euch doch gar nichts. Im Gegenteil. Ich mag Euren Kaffee und ich komme zu Euch um meinem persönlichen Kaffeeritual zu huldigen. Aber damit ist jetzt erstmal Schicht. Wenn ich mich anpöbeln lassen will, fahr ich nach Berlin, die wissen wenigstens wie das geht.

Geisterzug 2009

Fast ist es geschafft, die tollen Tage sind (fast) vorbei und mit ihnen auch die berüchtigte fünfte Jahreszeit. Zum Glück ist man (ich) versucht zu sagen. Nachdem die Rudel gut gelaunten Menschenvolkes mitunter ohnehin nur schwer zu ertragen sind, kamen in diesem Jahr scheinbar erstmalig auch sogenannte Karnevals-Hooligans aus ihren Löchern. Wenn es nicht so traurig wär, würde man (ich) jetzt witzeln mögen, dass es wahrscheinlich einfach Menschen wie Du und ich waren, denen der saumselige Taumel der tollen Tage einfach zu viel geworden ist, aber ganz so war es wohl nicht. Wie dem auch sei, das war janz weit draussen, nämlich vorrangig in Kölle und in  Bonn gings dann doch vergleichsweise ruhig zu.

Insgesamt zog Polizeidirektor Gerd Baltes von der Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz der Bonner Polizei, eine positive Bilanz: „Die „närrischen“ Tage verliefen bislang ohne nennenswerte Zwischenfälle. An neuralgischen Örtlichkeiten, wo es unserer Erfahrung nach in den Vorjahren zu Streitigkeiten gekommen war, haben wir starke Präsenz gezeigt. Die direkte Ansprache von aggressiven Personen zeigte dabei eine deutliche Wirkung. Besonders Streitsüchtigen erteilten die Polizeibeamtinnen und -beamten Platzverweise. Gemeinsame Streifen der Bonner Polizei und des städtischen Ordnungsamtes überprüften in Verdachtsfällen, wie angekündigt, die feiernden Jugendlichen. Auch hier fruchtete die direkte Ansprache durch die Polizistinnen und Polizisten und das konsequente Einschreiten, wenn „Hochprozentiges“ bei den Jugendlichen festgestellt wurde.“

Und weil ich mich trotz reichlich Siegerländer Genmaterial und dem ein oder anderen überheblichen Achselzucken gegenüber Jecken, Narren, Strüssjer und Rumgebütze doch nicht mehr so ganz davon freimachen kann, dass es mitunter auch unterhaltsame Momente gibt, hier ein paar Bilder vom Antikarneval, diesmal aus Rodenkirchen und unter dem Motto: „Dr volljöhrije Ähzebär, die Meddelschich un ander ärm Kirchemüs“ und grade richtig für Anfänger (wenn mir nach einem fast dreistündigen Fussmarsch schlussendlich nicht nur die Füße wehtaten).

Godesberg jagd die Taubenfütterer.

In Bad Godesberg ziehen derzeit im Morgengrauen Unbekannte durch die Stadt und streuen, sehr zum Ärger der Anwohner, kiloweise Taubenfutter und sorgen dadurch für eine Verstärkung der allgemeinen Taubenplage. Die Fahndung nach den illegalen Fütterern zeigt bislang nur kläglichen Erfolg: „Die Fütterer gehen sehr geschickt vor. Sie haben Einkaufswagen mit eingebauter Klappe. Dort rieselt das Futter raus, ohne dass man etwas sieht.“ Während die Fütterer kaum zu schnappen sind, leidet die Innenstadt und zunehmend „beschissenen“ Einrichtungen ;).

Street Art mal anders.

Freude. Joy. Joie.

Freude. Joy. Joie.

Irgendwo in der Innenstadt. Eingereicht von „egal“.

Abrissarbeiten und Sperrungen Wessel- und Maximlianstrasse!

Ab Dienstag dem 20. Januar wird rund um das Sparda-Carré an Wessel- und Maximilianstrasse eine mindestens einjährige (!) Teilsperrung vorgenommen.

Aufgrund der umfangreichen Arbeiten lässt die Stadt Bonn ab Dienstag, 20. Januar, Teilbereiche in der Wesselstraße – von Hausnummer 2 bis Maximilianstraße – und der Maximilianstraße – von Hausnummer 10 bis zur Einmündung Wesselstraße – sperren. Die öffentliche Verkehrsfläche rund um das Gebäude der Sparda-Bank wird als Fläche für die Baustelleneinrichtung benötigt. Die vorhandene Einbahnstraßenregelung bleibt bestehen. Für die Fahrbahnen steht eine Mindestbreite von drei Metern zur Verfügung.

Sparda-Carré

Grund dafür ist ein umfangreiches, privates Bauvorhaben der Sparda-Bank, für das einige der bestehenen Gebäude abgerissen werden müssen. Die Bank plant nach eigenen Aussagen 3 Mio. Euro zu investieren und mit dem Neubau zum einen ein Zeichen für die Stadt zu setzen und darüber hinaus auch einen Anstoß für die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes zu geben. Die Bauarbeiten sollen im August beginnen, die Eröffnung soll ein Jahr darauf stattfinden.

Foto: Malsch