Archiv des Autor: Melanie

2009 Rheinaue ohne Blumenpracht?

Das Presseamt der Stadt teilte jetzt mit, dass durch Rodler auf den verschneiten Rheinau-Hängen in den letzten Wochen rund 40.000 Blumen zerstört wurden. Das entspricht 80% der Blumenbestände der Rheinaue und einem Schaden von insgesamt 10.000 €. Das Amt meldet jetzt, dass die Mittel fehlen den Rodler bedingten Kahlschlag zu ersetzen und zeigte sich empört, dass scheinbar nicht nur Kinder und Jugendliche sondern auch Erwachsene zu den rücksichtslosen Rodlern gehört haben.

Also Bonner! Helft Eurer Stadt und beschenkt sie mit winerharten Stiefmütterchen. Sie kann´s gebrauchen.

Sicher durchs Jahr: Selbstbehauptungskurse für Frauen

Der Polizei-Sportverein Bonn, Abteilung Judo, führt in Zusammenarbeit mit dem Kommissariat Vorbeugung der Polizei Bonn erneut (ab Januar 2009) Selbstbehauptungskurse für Frauen durch.

In bestimmten Bereichen der Kriminalität werden Frauen aufgrund ihres Geschlechtes eher Opfer, z. B. Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, Mobbing, verbale Übergriffe oder Handtaschenraub. Viele dieser Straftaten laufen nach gleichen oder ähnlichen Mustern ab und könnten durch eine Verhaltensänderung vermieden werden. 

So haben Untersuchungen des Bundeskriminalamtes und der Polizei Hannover ergeben, dass Frauen, die sich gegen einen Sexualstraftäter wehren, eine größere Chance haben, die Vollendung einer solchen Tat zu verhindern. Auf dieser Erkenntnis beruht die polizeiliche Konzeption der Selbstbehauptungskurse für Frauen. 

Jeder Kurs läuft über 10 Wochen bei einem Zeitansatz von drei Stunden pro Woche. Der Kurs richtet sich an Frauen im Alter zwischen 18 und 59 Jahren. Die Inhalte der Trainingssequenzen unterteilen sich in psychologische, sportliche und kriminologische Teilbereiche, die aber letztendlich miteinander verschmelzen und ein schlüssiges Ganzes ergeben.

Im psychologischen Teil wird den Teilnehmerinnen in Übungen und Rollenspielen Selbststärkung vermittelt (den eigenen Gefühlen vertrauen, frühzeitige Wahrnehmung, entsprechende Körperhaltung, Mimik, Gestik, Einsatz der Stimme etc.).

Im sportlichen Teil, der Selbstverteidigung, werden unter anderem einfache Schläge und Tritte sowie Befreiungstechniken aus den unterschiedlichsten Kampfsportarten vermittelt, die leicht erlernbar und sofort anwendbar sind. Das Erlernte wird mit Selbstverteidigungstrainern geübt.

Im kriminologischen Teil werden Täter-/Opferverhalten, Tatgelegenheiten und Tatsituationen besprochen und die Hilfsmittel der körperlichen Selbstverteidigung vorgestellt. Dabei gilt primär das Motto: „Gefahren erkennen, Gefahren vermeiden!“

Die Teilnehmerinnen werden von einem gemischtgeschlechtlichen Trainerteam aus den Sparten Kriminalpolizei (Kriminalbeamtin), Psychologie (Diplompsychologin) oder Pädagogik (Diplompädagogin) und Selbstverteidigung betreut. 

Neue Kurse finden ab Januar 2009 statt, jeweils montags (ab dem 12.01.) oder mittwochs (ab dem 14.01.) von 18.00-21.00 Uhr im neuen Polizeipräsidium Bonn, Königswinterer Str. 500, 53227 Bonn. Der Kurs dauert 10 Wochen. 

Ansprechpartner für den Polizei-Sportverein ist Diplomsportwissenschaftler Michael Schindewolf, der mit der Organisation und Koordination der Frauenselbstbehauptungskurse beauftragt ist. Anmeldung und Information unter: Tel. 02208 / 501 681, Fax 02208 / 501 682 oder mikeschiwo@web.de. Informationen erhalten Sie auch beim Kommissariat Vorbeugung, Tel. 0228 / 15 76 12 oder 0228 / 15 76 76. 

Die Kursgebühr beträgt 117,- €. 

Weiterhin bietet der Polizeisportverein Bonn in Zusammenarbeit mit dem Kommissariat Vorbeugung der Polizei Bonn Selbstbehauptungskurse für Mädchen an. Diese Kurse werden mit Schulen immer direkt vereinbart. Bindeglied zwischen Schule und Organisator des PSV sind Schulleitungen, Lehrer und Eltern, die die organisatorischen Voraussetzungen an der jeweiligen Schule schaffen.

Verantwortlich für Organisation und Durchführung ist Kriminalhauptkommissar a. D. Willi Baum, der lange Jahre im Kommissariat Vorbeugung in diesem Sachgebiet tätig war. Bei Rückfragen ist er unter der Telefonnummer 0228 / 48 03 00 und E-Mail willi.baum@koeln.de erreichbar.

 

Quelle: Pressemitteilung der Polizei Bonn vom 23.12.2008

Bönnsche Rheinromantik

Echte Bonner Möwen in Bonn am Rhein – auch eine Form der Rheinromantik – die Bönnsche eben!

Zu Weihnachten etwas Besonderes – Drechslerei Eppstein.

Wer dieser Tage über den Bonner Weihnachtsmarkt von Stand zu Stand und von Büdchen zu Büdchen geschoben wird, der kommt hier und da vielleicht in Versuchung die eine oder andere Kleinigkeit als Geschenk oder zum Anhübschen von Geschenken zu kaufen. All jenen sei gesagt, es gibt eine Alternative die zu erkunden es sich lohnt – im Rosental 27, zwischen Wohnhäusern und Metzgereien sitzt ein kleiner Ein-Mann-Handwerksbetrieb, der alle mal einen Besuch wert ist.

In Bernd Eppsteins Drechslerei wird noch handgefertigt und das bereits in vierter Generation und mittlerweile seit mehr als 100 Jahren. Was andernorts ein mehr oder minder ausgestorbenes Gewerbe ist, füllt in Bonn eine Marktlücke – bei Eppstein gibt es alles, was in geringer Stückzahl hergestellt oder filigran gearbeitet werden muss – Geländerpfosten, Treppenstäbe, Knöpfe für Schränke und Kommoden oder beispielsweise Schachfiguren. Er arbeitet für die Besitzer der zahlreichen unter Denkmalschutz stehenden Bonner Altbauten genauso wie für Antiquitätenhändler, Restauratoren sowie die Schützen- und Karnevalsvereine der Umgebung.

Doch nicht nur das, wer aktuell einen Blick ins Eppsteinsche Fenster wirft, findet eine kunterbunte Auswahl all dessen, was erzgebirgsche Handwerkskunst für die Weihnachtszeit zu bieten hat. Vom Räuchermännchen über Weihnachtsschmuck in allen Varianten und Größen bis hin zum klassischen Nussknacker. Ein Angebot, dass Eppstein bereits seit Anfang der 90er Jahre in seinem kleinen Ladenlokal für seine Kundschaft bereithält. Da gibt es wirklich nichts, was es nicht gibt.

Wer hier auch Schatzsuche für ein paar besondere Weihnachtsgeschenke geht, der kann das in Ruhe tun, und muss sich dafür nicht durch die Gegend schubsen lassen. Wir haben es ja schon einmal gesagt, die wahren Schätze finden sich in Bonn abseits der breiten Strassen. Viel Spaß beim Stöbern!

Siehe auch Schnüss 12/2001 – „Die letzte Ihrer Art (PDF)“

Freude Joy Joie Bonn – und kein Ende.

Kleines Update zur einfachen Haushaltsökonomie. Aktuell sind die 314.645 Bonner nicht nur mit 3.790 € pro Kopf verschuldet, sondern mit schlappen 4.086 € – Tendenz steigend. Na dann gehen wir doch jetzt mal alle in die Stadt und kurbeln die Konjunktur an. Wenn man den Arsch bereits voll Schulden hat, ist der Rest ja eigentlich auch egal. Weihnachten – Freude Joy Joie Bonn!

Passend dazu ein kleines Stimmungsbild.

Schweres Erbe…

Man kann der Familie von dem armen Kerl nur wünschen, dass sie irgendwo lebt, wo nie irgendjemand den Express liest. 😉

Einfache Haushaltsökonomie…

Ein Minus ist das, was man rausbekommt, wenn man mehr ausgibt, als man einnimmt. Hält man das lange genug durch, kann es schon mal passieren, dass man ein Haushaltsloch produziert. Die normale Reaktion darauf ist, dass man den Gürtel ein wenig enger schnallt und man sich darum bemüht die Ausgaben ein wenig mehr den Einnahmen anzupassen. Idealerweise so, dass ein kleines Plus übrig bleibt, das einem langfristig ermöglicht, aus dem Minus wieder ein Plus zu machen. Oder es zumindest auszugleichen.

FREUDE JOY JOIE BONN

Nachfolgend einige Zitate, die den Verdacht nahe legen, dass Bonn momentan finanziell nicht allzu rosig dasteht:

„‚Die Haushaltssituation der Stadt Bonn ist auch weiterhin dramatisch. Vor allem die Verschuldung ist Besorgnis erregend.'“

„Größte Sorge macht dem Kämmerer die Verschuldungssituation der Stadt Bonn. „Sie ist dramatisch“, so Sander. Zum 31. März [2008 Anm. d. Red.] beläuft sich der Stand der Verschuldung für Investitionsmaßnahmen auf rund 864 Mio. EUR. Mit dem jetzt verabschiedeten Haushalt gelingt es, diese Nettoneuverschuldung für Investitionen nicht weiter zu erhöhen. Rechnet man aber die Kreditaufnahme für kurzfristigen Kredite für den konsumtiven Haushalt in Höhe von rund 330 Mio. Euro dazu, ergibt sich eine Verschuldung in Höhe von 1,2 Mrd. Euro. Damit ist jeder Bonner mit rund 3.790 Euro verschuldet.“

Soviel aus dem ersten Quartalsbericht unseres Stadtkämmerers Dr. Sander aus dem Juni diesen Jahres.

Im August hat er nochmal gemahnt, dass man sich am Riemen reißen müsse, dass es an der Zeit sei die Verschuldung zurück zufahren, da die Stadt Bonn allein für die Zinsen der Verschuldung nur in diesem Jahr rund 63 Mio. € zahlen muss.

„Schuldenabbau sei das oberste Gebot. Statt neuer Kredite aufzunehmen müsste in den nächsten Jahren mehr getilgt und dürften die Schulden nicht ausgeweitet werden.“

Sander betont:

„Nur durch eine konsequente und dauerhafte Absenkung der Aufwendungen lässt sich die steigende Verschuldung stoppen und reduzieren.“

Die Notwendigkeit einiger Sparmaßnahmen scheint doch klar auf der Hand zu liegen. Mit der aktuellen Plakatkampagne FREUDE JOY JOIE BONN könnte man meines Erachtens gleich anfangen. Denn das muss mir doch mal einer erklären. Wenn keine Kohle in der Kasse ist, die Stadt ihre Bonner pro Kopf ungefragt mit fast 4000 Euro verschuldet, wieso muss man dann sämtliche Citylights in der ganzen Stadt mit FREUDE JOY JOIE BONN Plakaten pflastern? In der wichtigsten und damit vermutlich teuersten Werbezeit des ganzen Jahres? Soll uns das freuen? Auf das uns das Herzelein in der Brust höher schlägt? Sollen wir in Liebe und nicht zu vergessen, FREUDE JOY JOIE BONN, erblühen und darüber vergessen, was für ein himmelschreiender , geldverschwenderischer Unsinn das ist? Für wie blöd werden wir da eigentlich verkauft?

Ich kann mir nicht helfen: FREUDE JOY JOIE BONN – am A****!

Der Blick des Betrachters.

Als gebürtige Siegerländerin war ich früher bei Besuchen im Rheinischen immer ein wenig neidisch. Rheinisches Klima. Hach, wie schön. Immer rund fünf Grad wärmer als zu Hause und IMMER Sonne. Pfffft.

Heute weiß ich, dass der einzige Unterschied der ist, dass der Regen ein wenig wärmer ist. Die Sonne war wahrscheinlich wie der Sandstrand im Urlaubskatalog – die Bagger der nächsten Baustelle stehen immer gleich neben dem Bildausschnitt.

Web 2.0 goes Reality 1.0

Die 5. Jahreszeit ist eröffnet. Wer noch nicht versorgt ist inseriert. Wo auch immer…

Altstadt, Dorotheenstrasse.

Skandinavische Lebensfreude in tragbarer Form – mitten in Bonn!

Wer durch die Bonner Innenstadt geht und dabei durch den Bereich bummelt, der in anderen Städten dem Shoppen vorbehalten ist, der staunt nicht schlecht, sofern er nicht bereits eingebürgert und eine gewisse Leidensfähigkeit kultiviert hat. Ein Mobilfunkladen jagt den nächsten, dazwischen, mehr oder weniger undekorativ, unterschiedliche Abstufungen von Ramsch.

Wer nicht nur bei H&M, Zara und Görtz shoppen will, oder hin und wieder einfach mal gern um des Schlenderns willen durch Strassen, Gassen und Passagen schlendern will, der sollte sich vom „Einkaufskern“ abwenden und jenseits der „breiten“ Strassen mal auf Entdeckungsreise gehen. Denn Bonn offenbart seine Schätzchen gern auch erst auf den zweiten Blick. Im Rosental, der Kaiserstrasse oder der schönen Thomas-Mann-Strasse verbirgt Bonn eine große Zahl an kleinen und innovativen oder kleinen traditionellen Läden. Ein wahres Schätzchen befindet sich in der letztgenannten, genauer in der Thomas-Mann-Strasse 41. Dort hat im Frühling ein kleiner Conceptstore Namens goldspatz eröffnet. Mode, Accessoires, Nützliches und Dinge zum Spielen für die ganz Kleinen, die etwas Größeren und die ganz Großen. Fröhlich, bunt und einfach anders.

Das Besondere dabei: Im goldspatz findet sich ausschließlich Mode von skandinavischen Designern. Das zeigt sich sowohl an den Designs der Kinder- als auch der Erwachsenenmode und ganz klar natürlich auch an den Spielwaren.

Die Schnitte und Designs sind mutiger, die Farbkombinationen ersparen einem die leidige Junge = blau = Powerranger, Mädchen = pink = Prinzessin Codierung. Der goldspatz bietet eine große Bandbreite an schöner Kindermode, die sich klar vom Einheitsbrei abgrenzt. Wer darüber hinaus in den 70ern aufgewachsen ist, wird sicher das eine oder andere wirklich schöne Déjà vu haben.

Aber nicht nur für die Kinder gibt Besonderes. Die Schwangeren-Mode bietet Zeitloses, Elegantes und Sportliches – für jede Gelegenheit etwas dabei, nicht zuletzt auch für Berufstätige. Inhaberin Vanessa Schmack berichtet, dass die Sommerkollektion nicht nur bei Schwangeren, sondern bei Frauen im Allgemeinen sehr gut angekommen ist. Ich glaub es gerne. Hier lohnt sich nicht nur der Blick auf die kuscheligen Yoga-Anzüge! Erstaunlich für mich, die ich auf dem Gebiet so überhaupt nicht bewandert bin war vor allem, wie schön auch Funktionales sein kann. Wer sich beispielsweise die Stillmode von Boobs anschaut, fragt sich zwangsläufig, warum man immer noch ständig stillende Mütter mit bloßen Brüsten auf öffentlichen Plätzen gibt, wenn es so pfiffige Alternativen gibt. Darüber hinaus gibt es schöne Wäsche gibt es für Kleine und Große, Spielwaren in allen Kuschelkategorien und Playsam Spielwaren, die eher an Objektkunst erinnern und sich sicherlich auch so sehr gut im Regal machen.

Wer im goldspatz einkaufen geht, der muss die Kinder übrigens nicht zu Hause lassen, alles steht so, dass Kinderhände keinen Schaden anrichten und Mütter sich in Ruhe (!) umschauen können. Die Kleinen können sich derweil beispielsweise im eigens dafür gebauten Tunnel austoben. Wenn die Zeit mal knapp wird, und das kann mit Kindern ja schnell mal passieren, dann öffnet der goldspatz auf Verabredung auch schon mal nach den Öffnungszeiten. Vanessa Schmack ist da flexibel. Sie bietet ihren Kundinnen größtmöglichen Service in ihrem kleinen Reich. Bemühungen, die sich bereits jetzt schon auszahlen, denn etwas mehr als 6 Monate nach Eröffnung der goldspatz über die Grenzen Bonns hinaus zu einer der ersten Adressen für Kinder und Schwangeren Mode geworden.

goldspatz ist ein Conceptstore, der sich an alle richtet, die Schönes abseits vom Allerlei suchen. Hinzu kommt, dass Vanessa Schmack Wert darauf legt, dass die Mode, Labels und Designer mit denen sie zusammen arbeitet nach Möglichkeit Organic-Mode anbieten. Um größtmögliche Unbedenklichkeit für die Kleinen und Kleinsten zu gewährleisten. Übrigens, Goldspatz heißt der goldspatz, weil der Name die Zeitlosigkeit und Eleganz des Ladenkonzeptes widerspiegeln sollte und weil er nicht nur Kindern sondern auch Mütter ansprechen sollte. Meiner Meinung nach ist das 100% gelungen. Ein wirklich schöner Laden, der eine kleine Oase abseits vom Zentrumsramsch darstellt, der hält, was er verspricht. Ein Besuch lohnt sich definitiv auch unabhängig von Kindern und Mutterschaft. Ganz ehrlich? Ich muss nicht schwanger sein, Kinder haben oder Geschenke suchen um dort auch für mich fündig zu werden. Wenn es die kleinen Sachen jetzt noch 20 Nummern größer gibt, ist die nächste Stammkundin sicher!

Also los, geht entdecken! Weihnachten kommt immer näher und in der Thomas-Mann-Strasse wird man immerhin nicht von Shoppern über den Haufen gerannt : ) Wer sich danach noch ein wenig ausruhen möchte, der geht einfach nach Nebenan ins Petit Café. Aber das ist eine andere Geschichte…

goldspatz, Thomas-Mann-Straße 41, 53111 Bonn
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 10.00 – 18.00 Uhr
Samstag: 10.00 – 16.00 Uhr
und nach Vereinbarung
http://www.goldspatz.com/