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Bonner Sommer: Gangbé Brass Band

Am Samstag, den 15.0706 gastiert um 20 Uhr die Gangbé Brass Band auf dem Bonner Marktplatz.

„Die zehn Musiker aus Benin kreieren eine eigenwillige Mischung aus moderner Brass Band und traditioneller, ursprünglicher afrikanischer Musik. Mehrstimmige „call and response“ Gesänge, Tanzeinlagen und Pantomimisches treffen auf mannigfache Perkussionsgewitter und vielschichtig arrangierte, raffinierte Bläsersätze, die jeder funky New Orleans Brass Band gut zu Gesicht stünden, Scharf gewürzt wird dieser Mix mit einfallsreichen Jazzsoli und abwechslungsreichen, unvorhersehbaren originellen Arrangements. Die ansteckende natürliche Spielfreude verführt mühelos jedes Publikum sich dem Rhytmus hinzugeben und den Tanzboden zu bevölkern. […]“ mehr

Es darf gegrillt werden

Die Grillsaison läuft auf Hochtouren. Dabei stehen hin und wieder nöhlende Nachbarn oder Vermieter in der Tür, um sich zu beschweren. Darum weist der Mieterverein Bonn darauf hin, dass im Garten, auf der Terrasse und dem Balkon grundsätzlich gegrillt werden darf. Allerdings mit Einschränkung: Das Gesetz verbietet Grillen im Freien, wenn der Qualm in Wohnung und Schlafräume des Nachbarn zieht.

Der Mieterverein rät, in großem Abstand zum Nachbarn zu grillen. Alufolie und Aluschalen oder ein Elektrogrill könnten starken Rauch verhindern oder einschränken. Wer hier Vorsichtsmaßnahmen trifft, kann etwas Toleranz von seinen Nachbarn erwarten. Ansonsten bleibt immer noch der Weg ans schöne Beueler Rheinufer…

Metropol wird umgebaut

Holla: Bereits in den nächsten Tagen erhält der Eigentümer des Metropols von der Stadt die Zusage, das Kino für Einzelhandel umbauen zu dürfen, sagte Stadtsprecher Friedel Frechen dem General-Anzeiger. Der Antrag des Eigentümers, wie dies unter Beachtung des Denkmalschutzes geschehen solle, werde „zügig behandelt“. Damit reagiert die Stadt auf das von ihr von der Kanzlei Busse & Miessen in Auftrag gegebene Rechtsgutachten, wonach die Stadt verpflichtet ist, die per Bauvoranfrage beantragte Umnutzung des Denkmals positiv zu bescheiden; andernfalls handele sie rechtswidrig und mache sich dadurch schadensersatzpflichtig. Mehr dazu im GA.

Rommel auf dem Rückzug

Das japanische Maskottchen hat der Nationalmannschaft erstmals seit langer Zeit kein Glück gebracht. Der Dackel „Rommel“ – benannt nach dem deutschen Generalfeldmarschall im Zweiten Weltkrieg – konnte das frühe Ausscheiden der Asiaten bei der WM 2006 und den Abzug der Samurai Blue aus Bonn nicht verhindern.

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Fühlt sich auf den Arm genommen: Rommel (mit Herrchen Teshima und der japanischen Prinzessin Hisako Takamado)

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Der Prinzessin ihr Doggy Bag

Wie die bnlog-Japan Expertin MoNa bestätigte, steckt dahinter eine ganz üble Machenschaft der FIFA: „Mannschaftsmaskottchen ‚Rommel‘ durfte nicht mit der Elf in den Stadien auflaufen und auch nicht wie üblich neben der Trainerbank Platz nehmen. Der schwarze Dackel unterlag dem von der Fifa verhängten Tierverbot für alle WM-Arenen. Das richt doch schon nach Schiebung!“ Die Frage, warum Bonner Veterinäre die Gesundheitsbescheinigung zur vorzeitigen Wiedereinreise nach Japan so fix ausgestellt haben, wird demnächst die investigativen Journalisten weltweit beschäftigen…

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Rommel in Bonn

Rotstift bei der Kultur angesetzt

Gerade erst hat der Rat der Stadt Bonn sich für den Erhalt des Metropols als Kulturstätte ausgesprochen, schon geht’s wieder gegen die Kultur: Das Theaterbudget soll um 5,1 Millionen reduziert, das des Beethoven-Orchesters um eine Million Euro eingedampft werden. Auch bei den öffentlichen Bädern geht’s an Eingemachte: Das Viktoriabad soll geschlossen werden. Das Frankenbad wahrscheinlich, bei einer entsprechenden Veränderung des Melbbades als modernes Familienfreizeitbad und Kombibad, auch.

Zusammen mit der Oberbürgermeisterin legte der Bonner Stadtkämmerer Ludger Sander eine Liste von möglichen und bereits beschlossenen Sparmaßnahmen vor, die in der Summe rund 41,5 Millionen Euro ausmachen. Davon sind 11,2 Millionen Euro bereits durch die politischen Gremien beschlossen oder oder unterliegen nicht mehr dem Votum des Rates. Die größere Summe von über 30 Millionen Euro muss aber noch von den Stadtverordneten gebilligt werden. Dazu zählt neben den Einsparungen im Bühnenwesen von 6,1 Millionen Euro als weitaus größter Posten eine Einsparung beim Verlustausgleich der Stadtwerke, die insgesamt 6,2 Millionen Euro betragen soll.

Die Rotstift-Aktion kurz nachdem 309 Millionen Euro Gewerbesteuer-Nachzahlung unerwartet in die Stadtkasse geflossen sind, ist schon schon ziemlich bluna, liebe Leute.

Dazu hat sich schon Mitte Juni die Kritische Ausgabe ihre Gedanken gemacht: Zwischen Hoffen und Bangen Das Drama um Theater Bonn – ein Schauspiel in drei Akten.

Schiebung

Bertha-von-Suttner-Platz nach dem Spiel der deutschen Mannschaft gegen Ecuador. Mitten in Hupkonzert und Fahnenmeer ein paar Jungs, die einen abgerockten Fiat Panda die Oxfordstr entlangschieben und skandieren: „Berlin, Berlin – wir schieben nach Berlin!“ Selbst die Polizisten am Straßenrand mussten grinsen…

Metropol: Erfolg der Bonner Bürger

Das traditionsreiche „Metropol“ darf nur zu einer kulturellen Nutzung saniert oder umgebaut werden. Der Rat der Stadt verabschiedete einen entsprechenden Antrag, in dem die Verwaltung beauftragt wird, einen Bebauungsplan für den Marktplatz und die angrenzenden Grundstücke aufzustellen. Die Entscheidung kam mit Stimmenmehrheit der Ampel-Koalition (SPD, Grüne, FDP) zustande, während die CDU mit einem Antrag scheiterte, der weitere wirtschaftliche und rechtliche Prüfungen vorsah. Damit schlugen sich die Kommunalpolitiker auf die Seite der vielen Bürger, die einen Umbau des Metropol zu einem Kaufhaus bekämpften und der Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann vor der Sitzung 35 000 Unterschriften gegen einen entsprechenden Umbau übergeben hatten.

„Jede Kultur- und Veranstaltungsstätte in der Innenstadt ist ein Beitrag, um der Gefahr einer Verödung der Fußgängerzone nach Geschäftsschluss entgegenzuwirken,“ heißt es im Beschluß der Ampel-Koalition.

Recht so! Hat sich das Metropolquarkherzenessen also gelohnt…

Glückwunsch an die Bürgerinitiative!

Fernsehgucken am Münster

Die letzten Vorbereitungen der Südkurve Deutschland GmbH laufen. Ab heute nachmittag kann man auf dem Münsterplatz (sofern man Karten hat) WM-Fernsehen gucken. Zwischen 3,90 und 106.- Euro kostet der Spass, der leider erst am 9.7. endet. Die Vorrundenspiele der Deutschen sind bereits ausverkauft. Wer bescheuerte siebzig oder hundert Euro ausgibt für einmal Fernsehgucken, ist mir schleierhaft…

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Da werden sich die Sitzplatzkartenmenschen aber freuen: LKW im Bild

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Stagediven für ganz Harte: Absperrung, um das Auffangen zu verhindern

Infos zur Südkurve Bonn und zur Kartenbestellung gibt es hier. Die Packungsbeilage bei Telepolis: Mediale Massage – Mit den Großbildschirmen in den öffentlichen Räumen bei der Fußball-WM werden die Massen auf einer neuen Stufe der Medienevolution in einen kollektiven Rausch versetzt.
 
Leinwandfußball ohne Eintritt u.a.:

  • Kunst- und Ausstellungshalle, Friedrich-Ebert-Allee 4
  • Clio’s, Lennéstr. 6
  • La Palmera, Bonner Talweg 29