kulinarik

Türkisch an der Oper

In den Arkaden am Grünstreifen zwischen Belderberg und Oper liegt das Restaurant Opera. Freunde türkischer Speisen freuen sich hier über eine solide und leckere Umsetzung. Bei schönen Wettern kann man abseits von Autoverkehr vor dem Restaurant angenehm an einem der zahlreichen Tische Platz nehmen – und den Nachwuchs auf der benachbarten Wiese flitzen lassen. Wenn das die klimatischen Bedingungen nicht zulassen, findet man drinnen ein ebenso nettes Restaurant orientalischer Moderne mit Pastellton und Kronleuchter. Bisher haben wir immer nur den Brunch am Sonntag (11-15 h) probiert – und der hat überzeugt. Große Auswahl an mediteranen Spezialitäten, wie üblich die Vorspeisen noch besser als die Hauptspeisen. Ergänzt wird dies durch einige andere (Frühstücks-)Standards. Die Bedienung ist gastfreundlich und sehr kinderlieb. Durchaus ein Ort zum Wohlfühlen. Der Preis von 15,50 € pro Person inkl. Säfte (Kinder unter 6 gratis, unter 11 Jahren 7,60 €) wäre für Berlin preiswert, in Bonn eher herausragend günstig. Und außerdem mal ein Restaurant mit ordentlicher Reservierungsfunktion auf der Website.

Update 1/2012: Mittlerweile war ich auch mal abends da und bleibe bei meiner Empfehlung.

Opera Bonn, Kapuzinerstr. 13, 53117 Bonn, Fon 0228 639697, Blick von obenwww.opera-bonn.com

Casa 59

Ein bisschen Spanien findet sich in Poppelsdorf im Casa 59. Die Zahl im Namen ist die Hausnummer in der Clemens-August-Straße an der Ecke Sternenburgstraße. Die Einrichtung ist schlicht, man sitzt auf Bänken ohne Rückenlehne. Das Personal ist vom Ansturm überfordert, aber sehr freundlich, höflich und bemüht. Das Essen haben wir vor den Getränken bekommen, allerdings kam es relativ schnell. Auf zwei Stockwerken kann man hier solide und lecker essen. Sowohl Tapas-Freunde als auch Tellergericht-Esser kommen mit den solide zubereiteten Speisen auf ihre Kosten. Unten an der Bar gibt es ein Tapasbüffet, an dem man sich Teller mit drei oder sechs Sorten zusammenstellen (letztere für 9,90 und sehr empfehlenswert). Lustig auch das Mallorquinische Bauernbrot zum selberbauen (aus Brot, Knoblauch, Tomate, Salz und Olivenöl). Draußen kann man auch sitzen, allerdings nur an ein paar Biertischgarnituren und direkt an der Kreuzung – eher was für Unerschrockene (oder Raucher :-)).

Casa 59, Clemens-August-Str. 59, 53115 Bonn, Fon 0228 2437460, info@casa59.com, www.casa59.com, Blick von oben

Vorgeschmack


Cafe und Konditorei Kleimann, Rheingasse 18

Am Wochenende starten die ersten Züge in Bonner Bezirken:

Freitag, 5. Februar

19.30 Uhr „Geister“-Zoch in Graurheindorf

Samstag, 6. Februar

14 Uhr Graurheindorf; Motto: „Petrus muss ne Rhingdorfer sin, denn zom Zoch schenk er ons immer Sonnesching“

14 Uhr Mehlem

15 Uhr Kessenich; Motto: „Kessenich ist Kult“

15.11 Uhr Tannenbusch; Motto: „Tannenbusch – Husch, Husch“

Sonntag, 7. Februar

14 Uhr Schweinheim

14 Uhr Ippendorf

Beuel hat’s: das X.te Café

fritz_b Geht man die Friedrich-Breuer-Straße Richtung Bahnhof, kommt man als erstes (Hausnummer 39) an der Neueröffnung „fritz B. – größtenteils Café“ vorbei.

Ein Stückchen weiter, mit der Nummer 55, befindet sich das Caffe Cultura.

An der Ecke zur Rathausstraße (Friedrich-Breuer-Straße 67) lockt das Wiener (früher mal Café Habsburg), die jetzt sogar auf der anderen Straßenseite eine Terasse bauen.

Auch bei der besten Eisdiele Bonns – Olivotti (Nummer 69) – und diversen Bäcker-Ketten bekommt man auf der Friedrich-Breuer-Straße einen Kaffee serviert.

Für Freunde der geriatrischen Abteilung des Krankenhauses, sei Café Wagner auf der Hermannstraße 56 empfohlen.

Menschen, die gerne im Springbrunnen plantschende Kinder beobachten, gehen ins Eiscafé Etna am Doktor-Weis-Platz.

Wasser marsch

Seit Mittwoch speisen die Stadtwerke für alle Haushalte wieder Wasser aus der Wahnbachtalsperre in die Leitungen. Das ist weicher als das Grundwasser, das wegen der Sanierung der Staumauer die letzten Monate floss. Den Kalkentferner können wir also wieder wegpacken.

Bratwurst für´s Klima!

Wenn es heute von Klimaschutz die Rede ist, dann geht es schon lange nicht mehr nur darum, statt des Autos auch mal den Bus zu nehmen oder kurze Strecken zu gehen oder mit dem Rad zurück zu legen. Klimaschutz hat schon längst unsere Kühlschränke und Teller (meinetwegen auch Brettchen) erreicht. Dabei geht es um die Frage, was ich esse, wo es herkommt und was zwischen Entstehung und Verzehr damit passiert ist. Denn nicht nur die Fahrt zum Bäcker oder Metzger belastet das Klima, sondern auch die Herstellung, der Transport, das Lagern, Einkaufen und Zubereiten unserer Lebensmittel frisst Energie und ist daher eine Belastung für unser ohnehin schon gebeuteltes Klima.

Bei uns Deutschen entfällt von den rund zehn Tonnen Kohlendioxid die wir pro Jahr und Kopf verursachen sogar rund ein Fünftel auf die Ernährung, was wiederum damit zusammenhängt, dass wir ein Volk leidenschaftlicher Fleischfresser sind. „In deutschen Küchen dominieren Milch, Butter, Käse, Wurst und Fleisch – ein Ernährungsstil, der die persönliche Klimabilanz stark belastet.“ Was wir wiederum den Wiederkäuern wie Rindern, Schafen und Ziegen verdanken. „Wiederkäuer wie Rind, Schaf und Ziege rülpsen bei der Verdauung Methan aus, ein Gas, das 23mal stärker auf das Klima wirkt als Kohlendioxid.

Während das alles eher betrüblich anmutet und man sich, mal wieder, die Frage stellen muss, was man überhaupt noch essen kann, gibt es Trost für die Bonner, denn die können jetzt klimabewusst und daher mit bestem Gewissen ihre Currywurst genießen: Der Erivian-Imbiss in der Bonner Weststadt hat sich jetzt dem Klimaschutz verschrieben: „Für jede Currywurst, die über den Tresen geht, werden 20 Quadratzentimeter Regenwald gepflanzt. Die Idee dabei: Während ihres Wachstums nehmen die Bäume die gleiche Menge an Treibhausgas auf, wie bei Herstellung und Zubereitung der Schnellgerichte anfallen – rein rechnerisch ein Nullsummen-Spiel.“ …und damit sozusagen eine absolut klimaneutrale Mahlzeit.

Quelle: NABU – Magazin „Naturschutz heute“

Ökomarkt und Biobauer

Eine gute Einrichtung für den Einkauf von Lebensmitteln aus der Region ist der wöchentliche Ökomarkt hinter dem Münster auf dem Martinsplatz. Die Obst-, Gemüse-, und Käsehändler, Metzger und Bäcker finden sich dort mittwochs und samstags zwischen 9 und 15 Uhr ein. (Blick von oben)

Hofladen Bio-Bauer Palm

Neben anderen auf dem Markt vertreten ist der Bio-Bauer Palm, dessen Hofladen auch jenseits der Marktzeiten geöffnet hat. Der Hof liegt im zu Bornheim zugehörigen Uedorf ein wenig nördlich von Bonn und ist auch gut durch die Straßenbahn 16 erreichbar. Neben dem Hofladen gibt es auch noch einen kleinen Kinderspielplatz mit Kaninchenstall. Die Bedienung im Laden ist ausgesprochen nett und bemüht – mehr als man vom Markt gewöhnt ist.

BioBauer Palm, Bornheimer Straße 30, 53332 Bornheim, Fon 02222 81887, www.biobauerpalm.de, Öffnungszeiten Hofladen: Mo 9-14 h, Di-Fr 9-18:30 h, Sa 9-14 h, in der Spargelzeit auch So 9-13 h, Blick von oben