pänz

Schattenstrand

Es muss ja nicht immer der Stau auf dem Weg zur Nordsee sein, wenn man mal Sand und Wasser braucht. Wir haben die letzten Tage genutzt, lokale Möglichkeiten auf familientauglichkeit zu testen.

Die Recherchen haben uns zum Otto-Maigler-See verschlagen. Obwohl wir an einem Samstag da waren, war der Strand dicht besetzt. So muss Strandurlaub in den Schulferien sein. Kinder stört sowas ja nicht, aber wir hätten es gerne etwas beschaulicher gehabt.

Also nochmal näher geschaut. Wenn richtig Sommer ist, muss man am Ostufer des Rheins in der Sonne brutzeln. Kindgerechter sind die Strände in Mehlem auf Höhe der Niebelungenstraße in Mehlem: Bäume geben hier Schatten bis an den Rand des Rheins. Und während die Kinder planschen hat man Ausblick auf Weinberge, Schloss Drachenburg und Drachenfels. Wie im Urlaub …

Strand in Bonn-Mehlem

Ökomarkt und Biobauer

Eine gute Einrichtung für den Einkauf von Lebensmitteln aus der Region ist der wöchentliche Ökomarkt hinter dem Münster auf dem Martinsplatz. Die Obst-, Gemüse-, und Käsehändler, Metzger und Bäcker finden sich dort mittwochs und samstags zwischen 9 und 15 Uhr ein. (Blick von oben)

Hofladen Bio-Bauer Palm

Neben anderen auf dem Markt vertreten ist der Bio-Bauer Palm, dessen Hofladen auch jenseits der Marktzeiten geöffnet hat. Der Hof liegt im zu Bornheim zugehörigen Uedorf ein wenig nördlich von Bonn und ist auch gut durch die Straßenbahn 16 erreichbar. Neben dem Hofladen gibt es auch noch einen kleinen Kinderspielplatz mit Kaninchenstall. Die Bedienung im Laden ist ausgesprochen nett und bemüht – mehr als man vom Markt gewöhnt ist.

BioBauer Palm, Bornheimer Straße 30, 53332 Bornheim, Fon 02222 81887, www.biobauerpalm.de, Öffnungszeiten Hofladen: Mo 9-14 h, Di-Fr 9-18:30 h, Sa 9-14 h, in der Spargelzeit auch So 9-13 h, Blick von oben

Rheinisches Ocean Paradise

oceanparadise

Das wohl von außen optisch exotischste Chinarestaurant in Bonn ist das in der Nähe der Kennedybrücke ankernde Restaurantschiff »Zhang China Restaurant Ocean Paradise«. Auf zwei Decks finden hier bis zu 200 Personen Platz. Bei unseren bisherigen Besuchen war aber immer nur ein kleiner Bruchteil davon anwesend. Von den meisten Speisen wird der europäische Chinarestaurantgänger nicht überrascht. Wir haben uns heute zu einem »Menü des Drachen« hinreißen lassen. Das war gehobener Durchschnitt, qualitativ in Ordnung, aber mit einem Hang zum uniformen, frittierten, fettigen. Besser wäre wohl wie früher die Wahl eines Gerichts aus den Speisekarten-Rubriken Sa-Za-Gerichte (gewürzt mit einem speziellen chinesischen Gewürz, angeblich das Lieblingsgewürz von Paul Newmann), Tie Pan (Gerichte auf heißer Eisenplatte) oder Gourmet-Gerichte des Hauses (hier sind in jedem Fall die Namen der Gerichte authentischer). Ein Pluspunkt für Familien – weil Attraktion für den Nachwuchs – ist das Becken mit Fischen und Schildkröten auf dem unteren Deck. Bisher nicht testen konnten wir die abendlichen einstündigen Panoramafahrten am Wochenende bis zum Wasserwerk unterhalb der Oberkasseler Brücke und zurück. Das Schiff selber war übrigens die frühere Autofähre Königswinter II (Baujahr 1929), die 1988 vor der Verschrottung gerettet und zum Chinaschiff umgebaut wurde.

Zhang China Restaurant Ocean Paradise, Hans-Steger-Ufer 10, 53225 Bonn-Beuel, 0228 9763988, info@chinaschiff.de, Mo.-Fr. 11:30-15:00 und 17:30-23:00, Sa., So. und feiertags 11:30-23:00 h, Blick von oben

Wildpark Rolandseck

Ziegen auf Picknickdecke

Ein Picknick mit Ziegen kann man im Wildpark (Achtung: professionelle Website) oberhalb von Rolandseck erleben. Während Dinkys sich ihre Zeit im Arp Museum Bahnhof Rolandseck vertreiben, trifft man die Familien mit Kindern eher im Wildpark oberhalb (von der Bundesstraße auf Höhe des Bahnhofs einbiegen und der Beschilderung den Berg hinauf folgen). Es gibt alles, was so dazu gehört: einen großen schattigen (wer braucht das im Moment?) Spielplatz und natürlich Esel, Dammwild und Ziegen (zum anfassen), Wildschweine, Kaninchen, Rotwild, Mufflons und Hochlandrinder. Futter kann man für einen halben Euro an der Kasse kaufen, muss aber damit rechnen, dass die Viecher diesem etwas überdrüssig sind. Futtermais oder mitgebrachtes Gemüse kam jedenfalls – so unsere investigative Beobachtung – besser an. Schick ist auch der Ausblick auf das Rheintal von einem alten, schlanken Aussichtsturm aus, dessen Wendeltreppe im Inneren gewisse Begrenzungen an die Körperbreite und -höhe voraussetzt.

Wildpark Rolandseck, Am Kasselbach 4, 53424 Remagen-Rolandseck, Fon 02228 433, Fax 02228 9129023, Blick von oben, Eintritt zwischen 3 und 2 €

Wasserspiele in Rheinbach

Wasserlandschaft am Spielplatz im Freizeitpark Rheinbach

In Bonn mangelt es an Wasserspielplätzen. Wir haben jedenfalls noch keinen Spielplatz mit Quelle oder Pumpe und Wasserlauf gefunden. Eine Ausweichmöglichkeit stellt daher der 1979 eröffnete Freizeitpark Rheinbach dar. Dort gibt es in der Nähe des Spielplatzes auch eine Wasserlandschaft, in der der Nachwuchs ausgiebig matschen und plantschen kann. Mit Matschhosen und Gummistiefeln bewaffnet geht das sogar beim aktuell sonnigen aber kalten Wetter noch. Oder man warten auf den Frühling. Dann gibt es dort auch wieder einen Flohmarkt.
Und wenn es in Bonn doch vergleichbares geben sollte, bitte einen Tipp in den Kommentaren geben.

Freizeitpark Rheinbach, Münstereifeler Straße, 53359 Rheinbach, Blick von oben, Eintritt frei

Gucken, Hören, Mitmachen

Am Sonntag, 31.08., veranstaltet die Brotfabrik ab 13 Uhr ihr FabrikFest 2008 und bietet allerlei aus ihrem Portfolio zum Gucken, Hören und Mitmachen. U.a. Alphörner mit Gesang, Kurzfilme am laufenden Band oder Führungen hinter die Kulissen. Die meisten Angebote sind kostenlos und auch für die Pänz ist was dabei. Das komplette Programm gibt es natürlich im Internet.

Brotfabrik | Kreuzstraße 16 | 53225 Bonn | www.brotfabrik-bonn.de

Parkourkids in Bonn

Im letzten Jahr hatten wir schon kurz das zarte Parkour-Pflänzchen im Blog. Jetzt der Nachschlag:

Le Parkour (fälschlicherweise auch Parcours, Parcour, Parcouring oder Parkours bezeichnet) ist eine von David Belle begründete Sportart bei welcher der Teilnehmer – der Traceur (französisch: „der den Weg ebnet“ oder „der eine Spur legt“) – unter Überwindung sämtlicher Hindernisse den kürzesten und effizientesten Weg von A zum selbstgewählten Ziel B nimmt.

Le Parkour kann prinzipiell überall, sowohl in natürlichem wie in urbanem Umfeld praktiziert werden. Der Traceur überwindet dabei alles, was ihm an Hindernissen in den Weg kommt. In einer urbanen Umgebung werden Pfützen, Papierkörbe, Bänke, Blumenbeete und Mülltonnen ebenso wie Bauzäune, Mauern, Litfaßsäulen, Garagen und unter Umständen Hochhäuser und Hochhausschluchten übersprungen und überklettert. Die Hindernisse selbst dürfen jedoch nicht verändert werden, weil es darum geht mit dem vorhandenem Umfeld zurecht zu kommen.

Die Bezeichnung als Trendsportart lehnen viele Anhänger ab, weil Parkour einen hohen Trainingsaufwand erfordere, was eher in Richtung Extremsport weist. Außerdem sei Parkour im Gegensatz zu den eigentlichen Sportarten nicht wettbewerbsorientiert.

David Belle, der Gründer von Parkour, hat diesen aus der von seinem Vater erlernten „Méthode Naturelle“ von Georges Hébert weiterentwickelt. Laut Eigendefinition ist Parkour eine Disziplin, die Bewegungskunst, Sport und Technik verbindet und der einige philosophische Elemente zugrunde liegen. Anders als Akrobatik ist die Bewegungskunst des Parkour in diesem Sinn nicht auf Showeffekte beim Publikum berechnet, sondern auf „elegante, effiziente, geschmeidige, flüssige Bewegungen“.

Allerdings gibt es heute Traceure und Gruppen von Traceuren, die den Parkour aus reinem Spaß, aus Angeberei oder als Sport ausüben, ihn als Form der Akrobatik oder als Stuntkunst weiterentwickeln. Zu unterscheiden ist also zwischen den ursprünglichen Formen (samt deren Weiterentwicklung durch Belle und dessen Freunde und Anhänger) und den (individuellen) Varianten anderer Traceure, etwa im Hinblick auf die vielen Parkour-Videos im Internet.

Freitags ins Freibad

Für alle Kinder ab sieben Jahren gibt es jeden Freitag der Sommerferien in einem der Bonner Freibäder einen Spielnachmittag mit Großwasserspielzeugen, »spannenden Staffeln« und »lustigen Wasserwettkämpfen«; jeweils von 15 bis 19 Uhr, der Eintritt beträgt 2 € für Kinder und 3 € für Erwachsene.

Die Termine:

Freitag, 27. Juni: Freibad Friesdorf, Margaretenstraße 14
Freitag, 4. Juli: Römerbad, Eduard-Spoelgen-Straße 11
Freitag, 11. Juli: Ennertbad, Holtorfer Straße 40
Freitag, 18. Juli: Panoramabad Rüngsdorf, Am Schwimmbad 8
Freitag, 25. Juli: Hardtbergbad, In der Dehlen
Freitag, 1. August: Freibad Friesdorf, Margaretenstraße 14
Freitag, 8. August: Ennertbad, Holtorfer Straße 40

Spielplatz Rheinaue

Am kommenden Sonntag findet in der Rheinaue das Familienspielfest der Stadt Bonn statt. »40 Programmpunkte (zehn mehr als im Vorjahr) verwandeln die Rheinaue in einen einzigen großen Spielplatz«, berichtet die Stadtverwaltung auf ihrer Website. »Von 11 bis 18 Uhr bieten dabei erstmalig zahlreiche Sportvereine Mitmachaktionen wie Fechten, Basketball, Badminton, Bogenschießen, einen Soccercourt, ein Kinderturnparcours, ›Alles über das Segeln‹ oder verschiedene Kampfsportarten an. Zum Austoben laden außerdem Spielstadt, Kletterturm, Riesenkicker und ein Tanzworkshop ein.« Das Familienspielfest ist auch Startschuss für das zum 34. Mal veranstaltete Kinderferienprogramm. Mehr Infos und Programm zu beidem bei bonn.de.