res publica

Letzter Mitmachtag

Heute ist der letzte Tag, an dem man noch bei der Online-Bürgerbeteiligung der Stadtverwaltung mitmachen kann. Wo soll gespart werden? (Oder die eigentlich bessere Frage: Womit kann man die Einnahmen steigern?) Das Interface ist teilweise schlecht zu nutzen, die Filtermöglichkeiten lassen sich nicht richtig anwenden, aber wenn wir schon einmal gefragt werden, sind wir auch gefragt: http://www.bonn-packts-an.de/

Haushaltsberatungen für alle

Heute abend gibt es die Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung in Sachen Haushaltsplanung der Stadtverwaltung. Im Anschluss können auf der Website www.bonn-packts-an.de bis zum 16.2.2011 Vorschläge zur Haushaltsplanung gemacht und bewertet werden. Dies findet in Bonn erstmalig in dieser Form statt. Mitmachen. Mehr Infos und Liveübertragung der Auftaktveranstaltung auf bonn.de.

Prämiert: Initiative Beethovenhalle

Die Initiative Beethovenhalle wurde mit dem Deutschen Preises für Denkmalschutz 2010 ausgezeichnet:

„Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz würdigt durch die Auszeichnung der ‚Initiative Beethovenhalle des Kunsthistorischen Instituts der Universität Bonn‘ mit der Silbernen Halbkugel ihren beispielgebenden und phantasievollen Einsatz zur Rettung eines Baus von zweifelsfrei überregionaler Bedeutung. Die Initiative ist Vorbild für einen bürgerschaftlich getragenen verantwortungsbewussten Denkmalschutz zur Erhaltung eines der derzeit gefährdeten Baudenkmale der Nachkriegsmoderne.“

Die Podcasts der Uni Bonn sind über itunes.apple.com/itunes-u/wissenschaft-live und uni-bonn.tv abonnierbar.

Lärm.Aktion.Plan.

Der Entwurf des Lärmaktionsplans Bonn, den die Stadtverwaltung erarbeitet hat, liegt vor.

Alle Bonnerinnen und Bonner haben jetzt die Möglichkeit, zu dem Planentwurf Ihre Anmerkungen, Ergänzungsvorschläge oder Kritik mitzuteilen. Das Ganze geht relativ simpel in einer Onlinemaske, wobei sogenannte Belastungsachsen schon definiert sind und man seine Anmerkungen dazu per Klick auf den Stadtplan abgeben kann.

Millionenfalle World Conference Center Bonn (WCCB)

„Man kann es daher heute schon verstehen, diesen Versuch, auch vom neuen in der Sache unbelasteten Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, den Ruf der Stadt zu retten; das was davon noch zu retten ist. Denn das Desaster um das Bonner Kongresszentrum ist nicht einfach nur die Geschichte einer geplatzten Baufinanzierung. Eine ganze Stadt hat sich blamiert, hat sich erst verführen, dann vorführen lassen. Und das ausgerechnet bei jenem Vorhaben, für das ihr der Bund die historischen Stätten eines versunkenen Landes anvertraut hatte, der Bonner Republik.“ Irgendwie ist das WCCB-Geschehen ja mitlerweile in die Stadtfolklore eingepreist und wird nur noch mit Achselzucken bedacht. Das ist zumindest mein Eindruck. Da ist es ganz hilfreich, dass es einen Blick von außen gibt. Der SPIEGEL zum Beispiel fragt: „Wie dumm darf sich eine Stadtverwaltung anstellen, bevor es kriminell wird? Die Stadt Bonn fiel mit einem riesigen Kongress-Bau auf einen Aufschneider aus Fernost herein. Auch Bundestag und Wasserwerk, die historischen Stätten der Bonner Republik, werden in den Skandal hineingezogen.“ Hier wird der Fall noch einmal aufgerollt.

Der General-Anzeiger hat sich seit langem in feinster Journalistenmanier festgebissen am Thema. Darauf ein Tusch! Sehr gelungen, die Serie „Die Millionenfalle„. Zuletzt hat der GA den vollständigen Bericht des Rechnungsprüfungsamtes (RPA), das sich durch den WCCB-Dschungel gekämpft hat, veröffentlicht.

3. Bonner Socialbar

Am Montag, den 12. Juli um 18 Uhr gibt’s die nächste Socialbar Bonn. Diesmal findet das Ganze bei  der Aktion Mensch (Heinemannstr. 36, 53175 Bonn Wegbeschreibung) statt.

Das Programm:

    • Strategien im Social Web – Karsten Kneese www.konzeptsinn.de
    • Being a jury member of Deutsche Welle Blog Awards – The BOBs www.thebobs.com – Farnaz Seifi (Iranian blogger), Gabriel Gonzalez (project manager)
    • 2aid.org eine Social Media NGO www.2aid.org

      Die Socialbar ist ein Treffen von Weltverbesserern. Web-Aktivisten, Social Entrepreneurs, NGOs, ehrenamtliche Helfer, Politiker und Unternehmen mit sozialer Verantwortung kommen bei der Socialbar zusammen, um sich kennen zu lernen, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und Kooperationen einzugehen.

      Die dezentral organisierten Socialbar-Treffen setzen thematisch den Fokus auf die Potentiale des Internets. In kurzen Vorträgen und im persönlichen Austausch mit Internetspezialisten sollen zivilgesellschaftliche Initiativen an die neuen Möglichkeiten der Vernetzung, Koordination und Kommunikation herangeführt werden. Nebenher bleibt aber noch genügend Zeit um sich über Ideen, Jobs und Sponsoring zu unterhalten.

      Die Wahrheit über den Strukturwandel Bonns

      Die Karawanserei ist gleichzeitig mit der Privatisierung Bonns exterritoriales Gebiet geworden, das wie alle Regionen links des Rheins eigentlich zu Belgien gehört. Seit der gewaltsamen Eroberung durch die Deutsche Post sind in einem leerstehenden Hochhaus am Nordrand der Karawanserei („Abgeordnetenhochhaus“) UN-Truppen stationiert, um das Machtgleichgewicht zwischen den Posttruppen und den Horden der Telekom zu bewahren.

      stupidedia.org

      Google unerwünscht

      Die Stadt informiert heute darüber, dass die Sondernutzungssatzung (veraltetes PDF) so geändert wurde, dass »Kamerafahrten für ›Google-Street-View‹ ab sofort genehmigungs- und gebührenpflichtig sind«. Meiner Meinung nach kein Zeugnis von Kompetenz.

      1. Ist vermutlich eh schon zu spät.
      2. Das Bildmaterial gibt es auch schon an anderer Stelle.
      3. Man sollte das Gezerre um Street View auch mal unter der Leitlinie »Öffentliche Daten nützen, private Daten schützen« beleuchten. Was Google in diesem Fall macht, ist öffentliche Daten zu erfassen und uns nutzbar zu machen. Für Stadtdirektor Dr. Volker Kregel sind das skandalösen Vorgänge.

      An Google gibt es einiges zu kritisieren (Transparenz, Zentralismus, Schutz privater Daten …). Sich hier auf Street View zu beschränken ist wie Nebelkerzen anzünden. Mehr zur überregionalen Diskussion des Themas bei netzpolitik.org