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Winterwetter

Gestern Winterlandschaft mit Sonnenschein, heute etwas traurig trüb, hier in Bonn. Das sollte uns nicht weiter belasten, schließlich geht es viel schlechter.

Mir fallen die Berliner Winter wieder ein, die Winter, die ich erlebt habe, als ich hier studierte: Fühlten sich immer an, als würde die Stadt im Oktober den Kanaldeckel über sich zuklappen, und dann lastet dieser graue Himmel vier Monate lang so tief über einem, dass man sich dran aufhängen könnte.

Alex Rühle im SZ-Magazin

Döppekooche

»Für das beliebte rheinische Gericht, das aus einem dicken, großen, in einer hohen Pfanne gebackenen Kartoffelreibekuchen besteht, gibt es an vielen Orten eigene Bezeichnungen. Welche Namen hört man bei Ihnen?«

Diese und 18 weitere Fragen gibt es im »Sprachfragebogen 1 zum Platt in Bonn« des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte. Die haben sich nämlich vorgenommen, das Platt der Stadt Bonn genauer zu untersuchen und hoffen auf rege Teilnahme an der Umfrage.

»Tannenbusch is‘ ’ne tolle Sache«

Das habe ich zumindest letzte Woche bei einer sehr schönen Führung durch die Botanischen Gärten gelernt: denn in Tannenbusch gibt es eine der wenigen Binnendünen in Deutschland; und das schon seit fast 11.000 Jahren. Seit 2001 kümmert sich die Biologische Station Bonn um diese Düne in Tannenbusch, in Poppelsdorf haben die Botaniker eine nachgebaut und somit zwei besonders gefährdete Pflanzenarten gesichert.

Ansonsten weiß ich jetzt, weshalb manche Käfer lila total blöd finden, warum die Blumen in Schlossnähe den Winter überleben, was das besondere an dem Ginkgobaum ist und wieso der Gebäudeteil zur Meckenheimer Allee hin so flach ist.

Sonn- und Feiertagsführungen:

  • jeweils um 15.00 Uhr
  • Treffpunkt: Direkt hinter dem Eingang zum Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss (Meckenheimer Allee)
  • 3 Euro für Erwachsene (zuzüglich Eintritt)
  • 2 Euro für Kinder ab 6 Jahren (für Kinder ab 13 Jahren zuzüglich ermäßigtem Eintritt)
  • Freundkreismitglieder frei
  • Keine Anmeldung erforderlich

Themführungen, zweimal im Monat:

  • Beginn jeweils um 18.15 Uhr
  • Treffpunkt: Immer vor dem Eingang zum Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss (Meckenheimer Allee)
  • 3 Euro für Erwachsene, 2 Euro für Kinder ab sechs Jahren
  • Freundeskreismitglieder frei
  • Keine Anmeldung erforderlich

Versuchskaninchen

Wenn man mit einem Bus der Stadtwerke unterwegs ist, wissen die Mitarbeiter in der Verkehrsleitstelle ganz genau wo man ist: Die Busse sind mit satellitengesteuerter Technik ausgerüstet. Anders als bei den Bahnen, wird aber bei den Bussen die Verspätungs-Information automatisch an die Anzeigetafel übertragen. Und da man natürlich erst mal jemanden zum Testen braucht, muss Beuel wieder herhalten: Die Haltestellen am Beueler Bahnhof wissen als erste und bisher einzige, wann die Busse tatsächlich abfahren. Andere Haltestellen werden sukzessive mit der satellitengesteuerten Fahrgastinformation nachgerüstet.

Desweiteren planen die Stadtwerke eine App, die einem die nächste Haltestelle und die nächsten Abfahrtzeiten verrät, Handyticket-Erwerb inklusive. Und auch auf Facebook soll sich im nächsten Jahr etwas tun: Aktuelle Nachrichten über Störungen im Bus- und Bahnnetz. SWB-Chef Reining dazu: »Wir müssen unsere Kunden dort anprechen, wo sie sich aufhalten.« Und ich dachte, die sitzen in den Bussen und Bahnen fest oder warten an der Haltestelle….

b-d-b-f-f

Türenauflogo, Copyright by WDR Das da links ist eine Maus. Die sieht ganz schön schlau aus. Ist sie auch: Sie weiß wie die Streifen in die Zahnpasta kommen und warum Milchzähne wackeln und ausfallen. Und weil sie nicht nur schlau, sondern auch nett ist, erklärt sie uns das auch. Und das schon seit 40 Jahren. Zum Geburtstag schenkt sie sich den Türöffner-Tag: Am 10. Juli öffnen sich in ganz Deutschland viele spannende Türen und kleine und große MausFans können dahinter schauen. Auch in Bonn.

Und was man in einem Bestattungshaus erlebt oder auch nicht mehr erlebt, erzählt uns vielleicht nächste Woche der Christian.

Helmut und Wolfgang

Nun ist sie auch offiziell eingeweiht: die Kennedybrücke. Mit Brimborium, Tamtam und enthülltem Hintern. Mit Fähnchen, Musik und Reden. Die Bezirksbürgermeister Kollig und Hürter reihen sich ein in die Gruppe derer, die die Brücke mit Liebesschlössern verschandeln. „Helmut und Wolfgang“ steht auf dem einen; „Bonn und Beuel“ auf dem anderen. Die Treppenaufgänge sind endlich fertig, die Bäume doch nicht gesetzt, die klappernden Freihalter entfernt. Allein die Beetbepflanzungen fehlen. Die Peter-und-Paul-Kirmes hat ihre Fahrgeschäfte wieder eingepackt. Bis auf eines: Das Riesenrad dreht sich noch bis zum 17. Juli und blickt in die Sonne, in die Ferne und auf die da drüben, die so stolz sind auf ihren Hintern.

Microchiroptera

Die Stadt Bonn sowie der Bonner Arbeitskreis für Fledermausschutz (Baff) haben anscheinend ein Fledermausprojekt, welches auch im Jahr 2011 fortgeführt wird. »Ziel ist es, einen Überblick über das Artenspektrum und die Verteilung der einzelnen Arten zu erhalten und herauszufinden, welche Arten die städtisch geprägten Strukturen vorrangig als Lebensraum nutzen und wo sich Schwerpunktvorkommen befinden.«

Mehr über die Lebensgewohnheiten der bedrohten Fledermäuse kann man in fünf Abendexkursionen erfahren:

  • Freitag, 17. Juni, 21 Uhr, Oberkassel: Treffpunkt Parkplatz Ecke Am Buschhof/Am Magdalenenkreuz (Nähe St. Cäcilia)
  • Freitag, 15. Juli, 21 Uhr, Schweinheim: Treffpunkt Haupteingang Burgfriedhof, Am Burgfriedhof
  • Freitag, 19. August, 20.30 Uhr, Duisdorf/Lessenich: Treffpunkt Parkplatz am (neuen) Duisdorfer Friedhof, Schmittgasser Kirchweg
  • Freitag, 16. September, 20 Uhr, Weststadt/Südstadt: Treffpunkt Baumschulwäldchen, vor dem kurfürstlichen Gärtnerhäuschen, Eingang Beethovenplatz.

Die Exkursionen sind kostenlos, sie dauern rund 1,5 Stunden und sind auch für Kinder geeignet. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Mehr Infos zum Projekt gibt’s auf den Internetseiten der Stadt Bonn.