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Godesberg jagd die Taubenfütterer.

In Bad Godesberg ziehen derzeit im Morgengrauen Unbekannte durch die Stadt und streuen, sehr zum Ärger der Anwohner, kiloweise Taubenfutter und sorgen dadurch für eine Verstärkung der allgemeinen Taubenplage. Die Fahndung nach den illegalen Fütterern zeigt bislang nur kläglichen Erfolg: „Die Fütterer gehen sehr geschickt vor. Sie haben Einkaufswagen mit eingebauter Klappe. Dort rieselt das Futter raus, ohne dass man etwas sieht.“ Während die Fütterer kaum zu schnappen sind, leidet die Innenstadt und zunehmend „beschissenen“ Einrichtungen ;).

Die Klangstation öffnet wieder

Die Klangstation in Bad Godesberg hat Ende 2007 ihren Betrieb eingestellt. Zusammen mit der Klangstation standen auch die Proberäume für rund 120 Musiker und das neue Tonstudio vor dem vorläufigen Aus. Es soll nicht so richtig rund gelaufen sein mit den Pächtern, so zumindest meine Info.

Jetzt aber ist die „KLANG – lose Zeit vorbei“, heißt es auf der Homepage. „Am 9. August 2008 ab 17 Uhr öffnet Bonn’s beste und meist vermisste Live – und Party – Location KLANGSTATION wieder ihre Pforten. In den schick renovierten Räumlichkeiten startet das neue KLANGSTATION – Team mit altbewährter Qualität und einer standesgemäßen Eröffnungs Party in eine erfolgreiche neue Veranstaltungs – Ära.“

Jochen Becker-Grüll und Volker Brenn aus Köln haben die Kneipe im Erdgeschoss und die Räume in den oberen Etagen des 100 Jahre alten Gebäudes angemietet. Bühnen- und Veranstaltungskonzept sollen beibehalten werden. Auch die Proberäume können wieder belegt werden. Noch sind Plätze zu haben.

Na, dann: Auf ein Neues!

Hintergrund

Viele Jahre lang wurde die heutige Klangstation als Bahnhofsgaststätte genutzt, bis der Verein Bonner Rockmusiker (VBR) die Räumlichkeiten übernahm und grundlegend umbaute. Es entstanden ein Veranstaltungssaal mit einem Fassungsvermögen von etwa 100 Personen (bei Reihenbestuhlung) mit einer der Raumgröße angemessenen Licht- und Tontechnik, eine Gaststätte im Bistrostil und eine Reihe von Proberäumen für dem VBR angeschlossenen Musikbands im Obergeschoß des Gebäudes. Das Büro der Klangstation war in diesen Jahren ausgelagert in das einige hundert Meter entfernte Hansahaus.

Bild: Qualle unter GNU Free Documentation License

Nach der Insolvenz des VBR 2002 ging die inzwischen heruntergewirtschaftete Klangstation zunächst an ein privates Betreiberehepaar, danach – nach rechtlichen Querelen – an ein Betreiberkollektiv über. Dieses besorgte vor und hinter den Kulissen einen Neuaufbau, sowohl technisch/räumlich wie auch organisatorisch und vom Programm her.

In dieser Zeit diente der multifunktionale Saal als Veranstaltungsort für alle möglichen, meist auf ein jugendliches Publikum zugeschnittenen „Events“ wie Rock- und Popkonzerte, Jazz- und Bluessessions und Themenparties, aber auch für Theaterveranstaltungen, Lesungen, klassische Konzerte in kleiner Besetzung und Puppentheater für Kinder. Besonderes Ziel der Klangstation war dabei die Förderung des musikalischen Nachwuchses und eine kulturelle Bereicherung des durch den Bonn/Berlin-Umzug stark veränderten Bonner Stadtbezirks Bad Godesberg. Die Klangstation musste Ende 2007 ihren Betrieb einstellen, da die Deutsche Bahn den auslaufenden Mietvertrag nicht verlängerte.

Quelle