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Kennedybrücke gesperrt: Fußgänger und Radler dürfen passieren!

Weihnachten ist vorbei. Silvester naht, die Arbeiten an der Kennedybrücke gehen weiter. Und machen mal wieder eine Sperrung erforderlich. Zwischen dem 27.12. 5:00 Uhr und dem 02.01. 4:15 Uhr ist die Kennedybrücke gesperrt. Allerdings bleibt sie für Radfahrer und Fussgänger passierbar. Der ÖPNV hingegen wird nicht mehr durchgelassen.

Die rund 40-Millionen-Euro teure Sanierung und Verbreiterung der Kennedybrücke konnte bislang ohne größere Sperrungen bei laufendem Verkehr bewältigt werden. Das ändert sich nun zwischen Weihnachten und Neujahr. Nur Fußgänger und Radler können die Brücke passieren. Grund ist die so genannte Lastumlagerung von „altem“ Brückenbestand und neu montierten Trägern zur Verbreiterung der Brücke. Zu dieser Sperrung gibt es keine Alternative, da unter anderem die erforderlichen Schweißarbeiten zur Verbindung von Alt und Neu eine schwingungsfreie Brücke benötigen. Außerdem würde jede Verschiebung dieser Aktion die vorgesehene Verkehrsübergabe Ende April 2010 gefährden. Die Stadt nutzt für die Sperrung die Weihnachtsferien, weil auch der von Schülern stark frequentierte ÖPNV von der Brücke verbannt werden und Umleitungen fahren muss.

Informationen zu den Änderungen im Bus- und Bahnverkehr gibts hier: Stadtwerke Bonn, Bus & Bahn. Autofahrern wird empfohlen über die Nord- oder die Südbrücke zu fahren.

An allen Hauptzugangsstraßen mit dem Zielverkehr Kennedybrücke hat das Tiefbauamt bereits Schilder mit dem Hinweis auf die Dauer der Sperrung und mit Umleitungsempfehlung aufgestellt und zwar: linksrheinisch – Kölnstraße, Lievelingsweg, Endenicher Ei, Hausdorffstraße, Clemens-August-Straße, B9/Friedrich-Ebert-Allee, Ludwig-Erhard-Allee. rechtsrheinisch – Königswinterer Straße/Ramersdorf, Siegburger Straße, Sankt Augustiner Straße, Niederkasseler Straße.

An Silvester wird die Brücke, wie immer in den vergangenen Jahren, zwischen 23 und 1 Uhr aus Sicherheitsgründen auch für Radler und Fussgänger gesperrt.

Urbane Usability

Also ich komme weiß Gott nicht aus einer Radfahrer freundlichen Stadt. Im Gegenteil, in Siegen gibt es im Wesentlichen nicht mal Radwege, aber das hat auch seinen Sinn, hinter den Sieben Bergen, bei den Sieben Zwergen fährt sowieso kein Mensch Rad. Zu steil, zu anstrengend, zu frustrierend, ohne Doping geht da nichts. Aber Bonn, Bonn ist doch eigentlich zum Radfahren wie gemacht?! Nicht grade Münster, aber schön platt. Perfekt geeignet um mit einem alten, nicht diebstahlwürdigen Rad gemütlich ohne Hetze von A nach B zu fahren, zum Beispiel von der neuen Wohnung in Beuel, zum neuen Job im alten Zentrum.

Doch so einfach ich mir das vorgestellt habe, ist das leider nicht und daher komme ich hier nicht umhin mal die Frage der Fragen zu stellen:

„Welcher Idiot ist für die Verkehrsführung des Radweges am Bertha-von-Suttner-Platz, Kölnstrasse Richtung Beuel, verantwortlich?!“

Ich meine ich verstehe ja, das Radfahrer jedem einigermaßen normaltemperierten Autofahrer auf die Nerven gehen. Das geht mir hintern Steuer nicht anders. Aber ist das ein Grund sie in den sicheren Selbstmord zu treiben? In Zeiten von völlig übermotorisierten SUVs, hinter deren Steuer man einen Radfahrer nicht mal sehen kann und für deren Führung man leider keinen psychologischen Eignungstest machen muss, ist es mindestens Beihilfe zum Totschlag eine Radspur beinahe mittig über eine dreispurige Fahrbahn laufen zu lassen. Erst Recht, wenn die mittlere der drei Spuren für den Radweg auch noch in der Breite verringert wurde!

Jetzt mal im Ernst. Ist das die finale Lösung?! Ist das das Beste, das Euch einfällt?