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Kennedybrücke wieder freigegeben?

Morgen soll die Kennedybrücke nach rund vierwöchiger Bauzeit eigentlich wieder für die Bahnen freigegeben werden. Ob dem tatsächlich so ist, wird aber wohl erst heute Abend / Nacht, nach einigen Probefahrten durch die Stadtwerke, entschieden. Während die Arbeiten am Schienennetz in den letzten vier Wochen weitgehend nach Plan gelaufen sind, sieht es so aus, als habe der lange und vor allem kalte Winter den allgemeinen Terminplan ein wenig ins Schlingern gebracht. Planmäßig sollte die Brücke Ende April für den Verkehr freigegeben werden, doch mittlerweile geht man von einer Verzögerung von mindestens sechs Wochen aus, da vor allem die Strassen- und Betonarbeiten aufgrund der Witterung nicht wie geplant ausgeführt werden konnten.

Edit: Seit heute morgen um 4 fahren die Bahnen wieder. Die Gleisbauarbeiten sind damit abgeschlossen.

Heute sind wir alle ein bißchen von drüben

Natürlich sind die Wäscherinnen auch im Schnee bereit zum Sturm auf das Beueler Rathaus. Gegen 10 Uhr startet der Zug auf der Königswinterer Straße. Über die Obere Wilhelmstraße geht es dann in Richtung Rathaus. Mehr dazu gibt’s natürlich im Beuler Blog: De Zoch kütt – 2010. Und wo heute alle ein bißchen von drüben sind, hier der wunderbare Logohack von Herrn Schlauschlau:

Kennedybrücke gesperrt: Fußgänger und Radler dürfen passieren!

Weihnachten ist vorbei. Silvester naht, die Arbeiten an der Kennedybrücke gehen weiter. Und machen mal wieder eine Sperrung erforderlich. Zwischen dem 27.12. 5:00 Uhr und dem 02.01. 4:15 Uhr ist die Kennedybrücke gesperrt. Allerdings bleibt sie für Radfahrer und Fussgänger passierbar. Der ÖPNV hingegen wird nicht mehr durchgelassen.

Die rund 40-Millionen-Euro teure Sanierung und Verbreiterung der Kennedybrücke konnte bislang ohne größere Sperrungen bei laufendem Verkehr bewältigt werden. Das ändert sich nun zwischen Weihnachten und Neujahr. Nur Fußgänger und Radler können die Brücke passieren. Grund ist die so genannte Lastumlagerung von „altem“ Brückenbestand und neu montierten Trägern zur Verbreiterung der Brücke. Zu dieser Sperrung gibt es keine Alternative, da unter anderem die erforderlichen Schweißarbeiten zur Verbindung von Alt und Neu eine schwingungsfreie Brücke benötigen. Außerdem würde jede Verschiebung dieser Aktion die vorgesehene Verkehrsübergabe Ende April 2010 gefährden. Die Stadt nutzt für die Sperrung die Weihnachtsferien, weil auch der von Schülern stark frequentierte ÖPNV von der Brücke verbannt werden und Umleitungen fahren muss.

Informationen zu den Änderungen im Bus- und Bahnverkehr gibts hier: Stadtwerke Bonn, Bus & Bahn. Autofahrern wird empfohlen über die Nord- oder die Südbrücke zu fahren.

An allen Hauptzugangsstraßen mit dem Zielverkehr Kennedybrücke hat das Tiefbauamt bereits Schilder mit dem Hinweis auf die Dauer der Sperrung und mit Umleitungsempfehlung aufgestellt und zwar: linksrheinisch – Kölnstraße, Lievelingsweg, Endenicher Ei, Hausdorffstraße, Clemens-August-Straße, B9/Friedrich-Ebert-Allee, Ludwig-Erhard-Allee. rechtsrheinisch – Königswinterer Straße/Ramersdorf, Siegburger Straße, Sankt Augustiner Straße, Niederkasseler Straße.

An Silvester wird die Brücke, wie immer in den vergangenen Jahren, zwischen 23 und 1 Uhr aus Sicherheitsgründen auch für Radler und Fussgänger gesperrt.

Flahmob im Beueler Aldi

Mit einem Flashmob protestierten das Bonner Aktionsbündnis Gerechter Welthandel (AGW Bonn) und die Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign, CCC) gegen die Arbeitsbedingungen bei Aldi-Zulieferbetrieben in verschiedenen Produktionsländern vor allem in Asien. Um Punkt 12 Uhr sanken 20 AktivistInnen zwischen verdutzten Kunden in der Aldi-Filiale auf der Friedrich-Breuer-Straße für zwei Minuten zu Boden. Auf den Rücken der am Boden liegenden AktivistInnen waren Sprüche wie „20 Stunden ohne Schlaf, doch der Auftrag ist geschafft“ zu lesen.

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(c) Bild: gerechter-welthandel.de

Mit dieser Aktion machten die Flashmobber auf Arbeitsrechtsverletzungen bei der Produktion von Aldi-Aktionswaren aufmerksam. Begleitend wurde vor der Filiale darüber informiert, wie sich Kunden für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen einsetzen können. Nach dem Flashmob führten die AktivistInnen vor der Filiale ein Straßentheater auf, das ausbeuterische Arbeitsbedingungen veranschaulichte.

Hintergrund der Aktion ist die Studie des Siegburger Südwind Instituts „Arbeits- und Frauenrechte im Discountergeschäft – Aldi-Aktionswaren aus China“. Die Studie dokumentiert, dass ArbeiterInnen bis zu 91 Stunden pro Woche arbeiten müssen und Freiheitsrechte durch Ausgangssperren und Besuchsverbot verletzt werden. Gewerkschaften sind verboten, Arbeitsverträge werden verweigert und Löhne willkürlich zurückgehalten.

Das AGW Bonn und die CCC fordern Aldi als Deutschlands größten Discounter auf, die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen in der gesamten Produktionskette sowie beim Verkauf in seinen Filialen in Deutschland (Stichwort Betriebsräte) sicherzustellen. Verbindliche Sozialstandards, so die Veranstalter müssen von der Politik festgelegt werden.

Weitere Informationen bei: Kampagne für Saubere Kleidung und Aktionsbündnis Gerechter Welthandel

Revolte der Waschfrauen: Seit 185 Jahren feiern Möhnen in Bonn-Beuel Weiberfastnacht

Die Wiege der Weiberfastnacht steht in Bonn-Beuel: Vor 185 Jahren trafen sich Waschfrauen in dem damaligen Dorf zur weiblichen Karnevals-Revolte. Denn das Leben der Beueler Waschfrauen war in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts alles andere als spaßig. Kinderreiche Familien, Armut und schwere körperliche Arbeit – viele der verheirateten Frauen, im Rheinland Möhnen genannt, hatten ein hartes Leben. Neben der Erziehung der Kinder und dem Haushalt erledigten die Beueler Frauen auch die Wäsche der reichen Leute aus Bonn und Köln. Für den Transport der Wäsche waren die Männer zuständig. Und die hatten 1823 auf der Fahrt nach Köln den ersten Straßenkarneval miterleben dürfen, während ihre Frauen daheim arbeiteten.

Ein Jahr später wollten die Beueler Waschfrauen den Karneval nicht mehr nur den Herren der Schöpfung überlassen. Während die Männer am Donnerstag vor den tollen Tagen mit der Lieferung in Richtung Köln aufbrachen, legten die Frauen ihre Arbeit nieder und trafen sich zum närrischen Kaffeeklatsch. Es war die Geburtsstunde des Damenkomitees (heute: Altes Beueler Damenkomitee von 1824 e.V.) und die erste Schlacht der Waschfrauen gegen Griesgram und Muckertum. Die Beueler Damen trieben es recht heftig an diesem Tage, was lange durch ein Bauwerk belegt wurde: Die „keifende Waschfrau“, angebracht am Brückenpfeiler der alten Kennedybrücke. Leider wurde das Denkmal im Krieg zerstört.

Natürlich ließen die Frauen bei dem karnevalistisch-emanzipatorischen Befreiungsschlag auch ihrem Frust über die Männer freien Lauf: Alle Frauen hatten die Pflicht, über die groben Verstöße ihrer Männer gegen den Hausfrieden und die eheliche Treue oder über deren Alkoholexzesse zu berichten. Die Übeltäter waren selbstverständlich ausgeschlossen. Ihre Probleme wollten die Damen unter sich besprechen, denn unbeobachtet konnten sie sich ihren ganzen Frust von der Seele reden.

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Das Älteste Bild des Beueler Damenkomitees: Um 1900

Dieser Brauch der Wäscherinnen überstand die unterschiedlichen politischen Epochen von der preußischen Besatzung über das Bismarck-Reich, die Monarchie, die erste Demokratie und die Nazi-Zeit bis hin zur Demokratie 2.0.

Mitte des 20. Jahrhunderts bliesen dann die Möhnen in Beuel zum ersten Sturm auf das Rathaus. Auch in den Amtsstuben wollten die jecken Weiber die Männerherrschaft durch karnevalistischen Frohsinn ablösen. Angeführt von der Obermöhne griffen die Weiber 1957 mit Waschknüppeln bewaffnet an. Der Bürgermeister und seine “Federfuchser” mussten sich angesichts der übermächtigen Frauenpower ergeben. Um die männliche Abwehr schneller zu schwächen, zog 1958 die Wäscherprinzessin als neue Symbolfigur mit in die Schlacht. Sie soll seither mit weiblicher List und den Waffen einer Frau die Männer im Rathaus zur Aufgabe bewegen.

Mittlerweile haben die Männer im gesamten Rheinland an Weiberfastnacht nichts mehr zu sagen. Kein Rathaus oder Chefbüro ist mehr sicher vor den jecken Weibern. In Bonn-Beuel hat sich die Weiberfastnacht zu einem Volksfest entwickelt. Bereits am Morgen zieht ein Karnevalszug mit Obermöhne und Wäscherprinzessin durch die Stadt, bevor gegen Mittag das Rathaus eingenommen wird.

Fahrplan für Donnerstag

Beueler Weiberfastnachtszug:

Aufstellung Siegburger Straße
Siegburger Straße, Königswinterer Straße, Gustav-Kessler-Straße, Obere Wilhelmstraße, Siegfried-Leopold-Straße, Gottfried-Claren-Straße, An St. Josef, Johann-Link-Straße, Hermannstraße, Friedrich-Breuer-Straße bis zum Rathaus –> dort Auflösung

Karte Zugweg

Rathaussturm:
09.30 Uhr Einstimmung mit den „Sunny Raindrops“
10.00 Uhr Musikgruppe „Jot Drop“
10.45 Uhr Musikgruppe „Kölsch Fraktion“
11.30 Uhr Musikgruppe „KBE“
ca. 12.15 Uhr Rathaussturm durch die Wäscherprinzessin
anschließend Platzkonzert mit den Beueler Stadtsoldaten

Der Rathaussturm wird live im WDR-Fernsehen übertragen.

update: Wie Bonn-Beuel berichtet, gibt es auch einen Livestream zum Rathaussturm.

Eilmeldung: Kennedybrücke

Die Stadt hat heute im Laufe des Tages den Verkehrfluss für die Begeh- und unmotorisierte Befahrbarkeit der Kennedybrücke von der einen Seite auf die andere verlegt. Gekennzeichnet ist das ganze zwar mit weiträumigen Absperrung, die jedoch unklugerweise leicht zu umfahren ist. Einigen rot/weiße Schilder, vermitteln ebenfalls den Eindruck, dass sich irgendetwas dramatisch verändert hat, da jedoch weder Texttafeln noch Strichzeichnungen eine deutliche Erklärung liefern, sieht die Praxis im Moment leider so aus, dass eventuell vorhandene kognitive Fähigkeiten des Einzelnen gnadenlos dem Herdentrieb Aller unterliegen, heißt drei – vier Leute auf der richtigen – vormals falschen Seite – und der Rest auf bereits ausgetretenen Pfaden.

Also Leute, hört unser Rufen: Weiße Schilder mit rotem Rand egal ob rund oder dreieckig, machen in der Regel darauf aufmerksam, dass man etwas nicht oder nur unter erhöhter Aufmerksamkeit tun sollte. Die runden heißen immer: „Nein! Nicht machen!“ gehen sie zusätzlich Hand in Hand mit Absperrungsvorrichtungen vor Wegen oder Strassen sollte die Aussage eigentlich klar sein. „Hier geht´s nicht weiter.“

Doch irgendetwas geht da im Moment schief, daher lasst Euch sagen: Keine Angst! Bonn hat weder vor uns auf der Schäl Sick wegzusperren, noch reißen Sie die Brücke ab, wie manch böser Mensch hin und wieder behauptet, ihr müsst lediglich den Kopf ein wenig drehen und der neue Weg wird sich Euch offenbaren. (Sofern ihr in die richtige Richtung schaut, andernfalls wird´s nass.) Ihr könnt dieses idyllische kleine Städtchen, dass sich Beuel nennt, nach wie vor verlassen. Auch am Montag noch, wenn die dann da wahrscheinlich wirklich niemanden mehr durchlassen! Ganz, ganz ehrlich.

Bloggergrillparty auf der Schäl Sick

Nach den beiden Abstimmungsrunden und guten Wetterprognosen jetzt noch mal die amtliche Bekanntgabe.

Wir (bonnbeuel.de und bnlog.de) machen in Grenzüberschreitung: Richtige Rheinseite trifft falsche Rheinseite – und das auf der Schäl Sick! Morgen, am 30.07. um 20 Uhr, gibt’s die Grillparty Bonner Blogger. Treffen ist um 20 Uhr am Blauen Affen. Um die Logistik schlank zu halten, bringt jede/r Grillzeug, Salat, Getränke, Besteck u.ä. selbst mit. Jan und ich bringen zwei Grills samt Kohle mit. Ein Dritter wäre optimal. Wer den noch beisteuern kann: Her damit!

Wer später kommt: Wir wollen vom Blauen Affen aus gleich an den Rhein runter. Also nur über den Radweg und die Wiese in Richtung Wasser laufen und Ausschau halten nach:

Jan
Dirk
fukami + 1
Meg
Peter Pat und Patachon
Melanie
Jott
Leidartikler
oldman
Daniel
Lim_Dul
Mark
dS9
Michael
TaxiDriver
Martin
Oliver (Breitnigge)

Ich werde versuchen noch ein kleines „Bloggertreffen“-Schild zu machen und an ein Fahrrad oder einen Baum pappen. Wer auf Nr. sicher gehen will: Eine Mail an die Spamadresse und es gibt meine Telefonnr. to go…


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