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Flahmob im Beueler Aldi

Mit einem Flashmob protestierten das Bonner Aktionsbündnis Gerechter Welthandel (AGW Bonn) und die Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign, CCC) gegen die Arbeitsbedingungen bei Aldi-Zulieferbetrieben in verschiedenen Produktionsländern vor allem in Asien. Um Punkt 12 Uhr sanken 20 AktivistInnen zwischen verdutzten Kunden in der Aldi-Filiale auf der Friedrich-Breuer-Straße für zwei Minuten zu Boden. Auf den Rücken der am Boden liegenden AktivistInnen waren Sprüche wie „20 Stunden ohne Schlaf, doch der Auftrag ist geschafft“ zu lesen.

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(c) Bild: gerechter-welthandel.de

Mit dieser Aktion machten die Flashmobber auf Arbeitsrechtsverletzungen bei der Produktion von Aldi-Aktionswaren aufmerksam. Begleitend wurde vor der Filiale darüber informiert, wie sich Kunden für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen einsetzen können. Nach dem Flashmob führten die AktivistInnen vor der Filiale ein Straßentheater auf, das ausbeuterische Arbeitsbedingungen veranschaulichte.

Hintergrund der Aktion ist die Studie des Siegburger Südwind Instituts „Arbeits- und Frauenrechte im Discountergeschäft – Aldi-Aktionswaren aus China“. Die Studie dokumentiert, dass ArbeiterInnen bis zu 91 Stunden pro Woche arbeiten müssen und Freiheitsrechte durch Ausgangssperren und Besuchsverbot verletzt werden. Gewerkschaften sind verboten, Arbeitsverträge werden verweigert und Löhne willkürlich zurückgehalten.

Das AGW Bonn und die CCC fordern Aldi als Deutschlands größten Discounter auf, die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen in der gesamten Produktionskette sowie beim Verkauf in seinen Filialen in Deutschland (Stichwort Betriebsräte) sicherzustellen. Verbindliche Sozialstandards, so die Veranstalter müssen von der Politik festgelegt werden.

Weitere Informationen bei: Kampagne für Saubere Kleidung und Aktionsbündnis Gerechter Welthandel

Weitersagen: Flashmob zum Geburtstag des Grundgesetzes

Am 23. Mai wird das Grundgesetz 60 Jahre alt. Anlässlich dieses denkwürdigen Tages findet bundesweit ein Flashmob „Grundgesetzlesen“ statt. Pünktlich um 14 Uhr wird aus dem Grundgesetz vorgelesen – und zwar laut. Anlässlich immer neuer Eingriffe in das Grundgesetz soll die Politik daran erinnert werden, welchen Stellenwert unsere Grundrechte für uns haben.

Initiator der Idee ist Christian Bahls vom Blog (und Verein) MOGIS – MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren, es gibt auch ein Flashmob-Wiki.

Die benötigten Unterlagen liefert der Bundestag: Grundgesetz bestellen oder downloaden.

Flashmob „Grundgesetzlesen“
Bonn, Münsterplatz
23. Mai 2009 um 14 Uhr

Mitmachen und weitersagen!