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Nachgetragen: Kommunalwahlergebnisse

Da ich 1.500 km entfernt von Bonn nur kurz über den WDR den Ausgang der Kommunalwahl vom 30.8. mitbekommen hab, musste ich mir das jetzt noch einmal genauer anschauen. Wem es ähnlich ergangen ist, hier das Ergebnis:

Jürgen Nimptsch wird am 29. Oktober als neuer Oberbürgermeister von Bonn vereidigt. Er erhielt 40,91 % der Stimmen. Die Wahlbeteiligung bei der Wahl des Rates lag bei 56,02 Prozent. Amtlich besiegelt, die Sitzverteilung für den Bonner Stadtrat, der dann 80 Sitze haben wird:
CDU: 32,92 Prozent; 27 Sitze
SPD: 23,82 Prozent; 19 Sitze
GRÜNE: 18,61 Prozent; 15 Sitze
FDP: 12,96 Prozent; 10 Sitze
BBB: 3,61 Prozent; 3 Sitze
Die Linke: 3,78 Prozent; 3 Sitze
BFF: 2,11 Prozent; 2 Sitze
Pro NRW: 1,58 Prozent; 1 Sitz
UWG: 0,51 Prozent:

Sehr interessant ist die Stimmverteilung in den einzelnen Wahlbezirken. In Röttgen gab es z.B. 67% für die FDP, Endenich II und Innere Nordstadt sind grüne Hochburgen, während Tannenbusch und Dransdorf die relativ wenigen roten Flecken abgeben; HeiderhofVillenviertel, Godesberg Mitte u.a. sind fest in CDU-Hand…

Zu den Flöten von ProDings sach ich wie gehabt nicht mehr viel. Die schreien die ganze Zeit nach Aufmerksamkeit – auch hier in den Blogkommentaren – und haben trotz aggressiver Antihaltung (Hey: die sind gar nicht pro, sondern vor allem contra! Aus der Rubrik: bnlog.de deckt auf…) und m.E. peinlichen Wahlkampfgetöses nur bescheidene 1,58% erhalten.

Bonner OB-Kandidaten im Online-Bürgerdialog

Seit dem 20. Juli ist das Portal OBWAHL-BONN.DE online. Hier können Bürgerinnen und Bürger den Oberbürgermeister-Kandidaten Fragen stellen. Außerdem können die Fragen anderer diskutiert werden und es kann ein Votum abgegeben werden, welche Fragen einem besonders am Herzen liegen. Die fünf wichtigsten Fragen beantworten alle Kandidaten in wöchentlichem Rhythmus. Die Antworten können wiederum bewertet werden.

Der städtische Haushalt, die Entwicklung der Bonner Schullandschaft, die Finazierbarkeit des Festsspielhauses und der Bahnhofvorplatz waren einige Themen der ersten beiden Wochen.

Ein absolut gelungenes Projekt der eDemokratie, das leider noch mit zu wenig Beteiligung zu kämpfen hat – wie mir scheint. Also die Empfehlung: Mitmachen! Kandidaten checken! Und am 30. August wählen gehen.

Initiiert wurde der Bürgerdialog von Ontopica, der Stiftung MITARBEIT und Mehr Demokratie e.V.. Besonders spannend finde ich dabei, dass sich mit Ontopica ein Bonner Laden auf dem noch recht überschaubaren Feld der e-Partizipation tummelt.

obwahl_bonn

Übrigens: Die nötigen finanziellen und personellen Ressourcen stammen nach Angaben der Betreiber ausschließlich aus Spenden und  Engagement. Die Internetseite zur Bonner OB-Wahl wird von den Kandidaten ideell und auch finanziell  durch Spenden unterstützt. Um die Kosten für den Seitenbetrieb bis zur Wahl am 30. August zu  decken, benötigen die Seitenmacher noch 4.600 Euro und hoffen dabei auf die Unterstützung der  Bonnerinnen und Bonner.

Was soll sich ändern? – DFZS 2

Nach dem das letzte Woche so gut geklappt hat, hier die zweite Frage zum Sonntag, leider schon ein wenig Montag:

Am 30. August ist in Nordrhein-Westfalen Kommunalwahl und hier in Bonn zusätzlich OB-Wahl.

Was erwarten wir von den Parteipolitikern, was sollen die künftigen Mandatsträger in der Kommunalpolitik ändern? Was stört Euch in Bonn, worauf die lokale Politik Einfluss hätte?

OB-Wahl 2009: And the Nominees are…

Nachdem die Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann auf eine erneute Kandidatur im nächsten Jahr verzichtet hat, beginnt nun das Rennen um die Nachfolge.

Für die SPD soll Jürgen Nimptsch als OB-Kandidat antreten. Der 54-Jährige Nimptsch wurde in Wesseling geboren, absolvierte in Brühl am Gymnasium sein Abitur und studierte in Bonn Germanistik und Sport. Er war als Lehrer an verschiedenen Schulformen tätig. Seit vielen Jahren engagiert sich Nimptsch in der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft und in der Bildungspolitik. Seit 1996 leitet er die Gesamtschule Beuel.

Christian Dürig wird von der CDU in die Startblöcke gebracht. Der 54-Jährige ist aufgewachsen in Bonn, wo er Abitur am Aloisiuskolleg machte und an der Uni Bonn Jura studierte. Er begann 1979 als Referent bei der Bundespost und war dann lange im Postministerium. 1997 bis 1998 war er CDU-Bundesgeschäftsführer, seitdem ist er bei der Post AG als Projektleiter für Sonderaufträge des Vorstandes tätig.

Siehe auch: WDR – CDU findet OB-Kandidaten