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OB: „10 Punkte für meine ersten 100 Tage“

Der designierte Bonner OB Jürgen Nimptsch hat ein 10-Punkte-Programm für die ersten 100 Amtstage formuliert. Die Punkte sollen „aufzeigen, was – neben den dann aktuellen Erfordernissen und der Fortsetzung laufender Vorhaben – am Anfang getan werden muss.“ Download als PDF.

Ich selbst bin gespannt auf die Lösungen zur netzbasierten kommunalen Bürgerbeteiligung und hoffe, dass es mehr wird als ein Online-Bürgerhaushalt mit fünf Schiebereglern:

„Ich möchte Ihre Auffassung kennen lernen und das Internet als technologische Plattform verstärkt für Meinungsbekundungen der Bürgerschaft zu kommunalen Projekten einsetzen, um Meinungsbildungsprozesse, auch für Ratsentscheidungen, auf ein breiteres Fundament zu stellen.“

Am 29. Oktober wird Jürgen Nimptsch in der konstituierenden Sitzung des Rates der Stadt Bonn als Oberbürgermeister vereidigt. Die Ratssitzung beginnt um 18 Uhr und ist wie fast alle Rats- und Ausschusssitzungen öffentlich.

Wahlwerbung

Liebe Bonner CDU,

wenn Du mich gerne als Wählerin gewinnen möchtest, dann muss ich Dir leider sagen, dass es mehr braucht als eine Miniaturtüte Haribo in meinem Briefkasten. Noch dazu, wenn ich die nur bekomme, wenn ich auch die dazugehörigen 500g Flyerpapier in meinem Briefkasten toleriere. Der ist übrigens mit dem Hinweis: „Bitte keine Werbung einwerfen“ gekennzeichnet. Du musst schon zugeben, es ist nicht so gut gelaufen: Bestechungsversuch lächerlich, Papierflut überdimensioniert und Bitte um Nichtbelästigung ignoriert. So meine liebe Bonner CDU, werden aus uns keine Freunde.

Darüber hinaus, aber das geht nicht nur an Dich, da stehst Du den Anderen leider in nichts nach, bin ich ehrlich gesagt froh, wenn der Wahlkampf vorbei ist, damit ich mir die Vielzahl an Sparkassenkaufmanngesichtern nicht mehr anschauen muss, die offensichtlich grade vom Blitz in der Passbildbox erschreckt wurde. Ganz ehrlich, ein gutes Foto viel kaschieren, ein schlechtes, spart man sich lieber. Das ist nicht anders als bei Bewerbunsanschreiben im richtigen Leben, der erste Eindruck hat Gewicht…

Nichts für ungut,
Ein Nichtüberzeugte…

Dieckmann: Jetzt ist sie weg

Bald zumindest: Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann (SPD) tritt bei der nächsten Kommunalwahl, die voraussichtlich im Juni kommenden Jahres stattfindet, nicht mehr zur Wahl an.  „Nach 15 guten Jahren für Bonn“ sei im kommenden Jahr der richtige Zeitpunkt für einen politischen Generationenwechsel, teilte Oberbürgermeisterin Dieckmann heute mit. Damit bleibt sie voraussichtlich bis Ende Oktober 2009 im Amt.

Hintergrund:
1994 kürte die Bonner SPD Bärbel Dieckmann zur Spitzenkandidatin im Kommunalwahlkampf. Bei dieser Wahl sorgten die Wähler für einen tiefen Einschnitt in die Bonner Stadtgeschichte. SPD und Grüne beendeten die Jahrzehnte lange konservative Vorherrschaft. Bärbel Dieckmann wurde von der rot-grünen Mehrheit des Stadtrates als Nachfolgerin von Hans Daniels (CDU) zur Oberbürgermeisterin gewählt.

Durch die Gemeindereform wurde Bärbel Dieckmann 1995 hauptamtliche Oberbürgermeisterin und Chefin der Stadtverwaltung. 1999 wurde sie in der Stichwahl gegen Helmut Stahl (CDU) für eine zweite Amtszeit direkt gewählt. 2004 erhielt sie bereits im ersten Wahlgang die Stimmenmehrheit von 56,8%.