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Bonner Busfahrer

… sind nicht gerade des Radlers Freund. Dazu hat wahrscheinlich jeder, der hin und wieder mit dem Rad unterwegs ist, eine Story parat. Jetzt hat ein 58jähriger Bonner Anzeige wegen absichtlich versuchter Körperverletzung, Nötigung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr erstattet. War mir selbst immer zu kleinkariert, so weit zu gehen – aber eigentlich korrekt. Es sind ja nicht die Busfahrer, sondern es ist genau der eine, der mich gerade schneidet etc. Schön, das Statement der SWB-Sprecherin: Grundsätzlich stelle man bei dem Verkehrsunternehmen fest, dass es vermehrt Konflikte zwischen Bus- und Radfahrern gebe. Das sei eine kritische Gemengelage.

Der Ausgeglichenheit wegen: Bonner Radfahrer können auch so richtig arschig.

Urbane Usability

Also ich komme weiß Gott nicht aus einer Radfahrer freundlichen Stadt. Im Gegenteil, in Siegen gibt es im Wesentlichen nicht mal Radwege, aber das hat auch seinen Sinn, hinter den Sieben Bergen, bei den Sieben Zwergen fährt sowieso kein Mensch Rad. Zu steil, zu anstrengend, zu frustrierend, ohne Doping geht da nichts. Aber Bonn, Bonn ist doch eigentlich zum Radfahren wie gemacht?! Nicht grade Münster, aber schön platt. Perfekt geeignet um mit einem alten, nicht diebstahlwürdigen Rad gemütlich ohne Hetze von A nach B zu fahren, zum Beispiel von der neuen Wohnung in Beuel, zum neuen Job im alten Zentrum.

Doch so einfach ich mir das vorgestellt habe, ist das leider nicht und daher komme ich hier nicht umhin mal die Frage der Fragen zu stellen:

„Welcher Idiot ist für die Verkehrsführung des Radweges am Bertha-von-Suttner-Platz, Kölnstrasse Richtung Beuel, verantwortlich?!“

Ich meine ich verstehe ja, das Radfahrer jedem einigermaßen normaltemperierten Autofahrer auf die Nerven gehen. Das geht mir hintern Steuer nicht anders. Aber ist das ein Grund sie in den sicheren Selbstmord zu treiben? In Zeiten von völlig übermotorisierten SUVs, hinter deren Steuer man einen Radfahrer nicht mal sehen kann und für deren Führung man leider keinen psychologischen Eignungstest machen muss, ist es mindestens Beihilfe zum Totschlag eine Radspur beinahe mittig über eine dreispurige Fahrbahn laufen zu lassen. Erst Recht, wenn die mittlere der drei Spuren für den Radweg auch noch in der Breite verringert wurde!

Jetzt mal im Ernst. Ist das die finale Lösung?! Ist das das Beste, das Euch einfällt?