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Jonathan Meese – Erzstaat Atlantisis

Bereits seit Mai, aber nur noch bis 30. August ist im Arp Museum, Bahnhof Rolandseck, noch Jonathan Meeses Ausstellung Erzstaat Atlantisis zu sehen / zu erleben.

„Nur in der Kunst kann gelingen, was in der Wissenschaft auf immer Unmöglichkeit bleiben wird: die Auffindung von Atlantis. Diesen mythischen Ort traumatischer Verzweiflung und sehnsuchtsvoller Hoffnung hat Jonathan Meese für sich entdeckt. Der international agierende Maler, Bildhauer, Wort-, Klang- und Aktionskünstler errichtet in Rolandseck den »Erzstaat Atlantisis«. Seine szenographische Inszenierung aus Bronzegussplastiken, Gemälden, Installationen und Klangkollagen führt von der Wasseroberfläche in die Tiefe und wieder empor – vom Rheinufer hinein in den Berghang und 40 Meter hinauf in den lichtdurchfluteten Bau des Arp Museums von Richard Meier. Das versunkene Inselreich ist hier als »Antirealität« erlebbar, die mit Utopie gefüllt werden möchte. In Meeses Rolandsecker »Saalstaat« herrscht die »Diktatur der Kunst«, die sich mit spielerischer Leichtigkeit und dem nahezu vollständig präsentierten bildhauerischen Werk einer der ältesten Utopien der Menschheit annimmt.“

Am 30. April hatte Meese, „der Meister der krawalligen Kunst„, bei einer Performance am Rolandseck den Erzstaat Atlantisis ausgerufen. Das Programm beinhaltete unter anderem auch einen »Lustmarsch« von Bazon Brock, eine Lesung von Brigitte Meese (der Mutter von Jonathan Meese), Podiumsgespräche und eine Interpretation des im Theresienstädter Konzentrationslager entstandenen Librettos von „Der Kaiser von Atlantis“ von Franz Peter Kien durch das Junge Theater Bonn-Beuel.

Wer also nach dem Urlaub im ausklingenden Sommer im Moment nicht so recht weiß, was er grade machen soll, der könnte es mit einem Ausflug ans Rolandsecke versuchen und sich ein wenig Kultur antun 😉

Wildpark Rolandseck

Ziegen auf Picknickdecke

Ein Picknick mit Ziegen kann man im Wildpark (Achtung: professionelle Website) oberhalb von Rolandseck erleben. Während Dinkys sich ihre Zeit im Arp Museum Bahnhof Rolandseck vertreiben, trifft man die Familien mit Kindern eher im Wildpark oberhalb (von der Bundesstraße auf Höhe des Bahnhofs einbiegen und der Beschilderung den Berg hinauf folgen). Es gibt alles, was so dazu gehört: einen großen schattigen (wer braucht das im Moment?) Spielplatz und natürlich Esel, Dammwild und Ziegen (zum anfassen), Wildschweine, Kaninchen, Rotwild, Mufflons und Hochlandrinder. Futter kann man für einen halben Euro an der Kasse kaufen, muss aber damit rechnen, dass die Viecher diesem etwas überdrüssig sind. Futtermais oder mitgebrachtes Gemüse kam jedenfalls – so unsere investigative Beobachtung – besser an. Schick ist auch der Ausblick auf das Rheintal von einem alten, schlanken Aussichtsturm aus, dessen Wendeltreppe im Inneren gewisse Begrenzungen an die Körperbreite und -höhe voraussetzt.

Wildpark Rolandseck, Am Kasselbach 4, 53424 Remagen-Rolandseck, Fon 02228 433, Fax 02228 9129023, Blick von oben, Eintritt zwischen 3 und 2 €