Suchergebnisse für: plakette

Anzahl der Ergebnisse: 7

Keine Schonfrist für Bonn: Umweltplakette ab 01.01. scharf geahndet!

Ab Freitag ist es soweit. Bonn hat seine eigene Umweltzone und ist nicht mehr auf die Kölner Zone angewiesen. Ich sag dazu nichts mehr. Ich glaube wir haben dazu schon mehr als genug gesagt. Daher jetzt nur noch Fakten.

Alle Kraftfahrzeuge – auch ausländische – benötigen ab 1. Januar 2010 zum Befahren der Umweltzone Bonn eine an der Windschutzscheibe angebrachte Plakette. Ab sofort gibt es die Plaketten zusätzlich auch in den Bürgerämtern Bad Godesberg (Kurfürstenallee 2-3), Beuel (Rathaus Beuel, Friedrich-Breuer-Str. 65) und Hardtberg (Villemombler Str. 1). Auch die Zulassungsstelle im Stadthaus (Passage, Berliner Platz 2) verkauft weiterhin die Plaketten zum Preis von 5 Euro. Als Nachweis, welche Plakette zugeteilt werden kann, genügt die Vorlage des Fahrzeugscheins (Zulassungsbescheinigung Teil I).

Aber Achtung, während Köln den Kölnern bei Einführung der Umweltzone vor zwei Jahren noch eine Schonfrist von drei Monaten gegönnt hat, macht Bonn direkt ernst. Wer ab Freitag irgendwo innerhalb der Zone ohne Plakette erwischt wird, der zahlt 40 € und kassiert einen Punkt in Flensburg. Also lieber noch schnell losgehen und die Plakette besorgen.

Die Plakette gibt´s neben den oben genannten Stellen auch noch hier.

Umweltzone in Bonn

Die Umweltzone mit Fahrverboten für Altautos, Lastwagen und Bussen und gebührenpflichtigen Plaketten für alle anderen Autofahrer, soll nun also auch in Bonn kommen – entgegen der Meldungen vom Dezember ’08. Wann, unter welchen Bedingungen und wie die Zonen (so wie damals, mit Mauer?) aussehen, ist noch offen. Angeordnet wurde das Ganze von der Bezirksregierung Köln. Vor Ostern sollen die Fragen allerdings geklärt sein.

Warum auf einmal doch, hab ich nicht so ganz verstanden. Es wurden scheinbar die Auswirkungen aller Einzelmaßnahmen berechnet, die die Stadt Bonn umsetzen möchte und die Effekte der Umweltzone hinzu addiert. Die Fußtruppendichte des Rosenmontagszugs wurde dagegen subtrahiert und das Ergebnis durch die Alkopopopfer der Rheinkultur dividiert. Daraus ergibt sich irgendwie das Fazit des Landesamtes: „Wir werden alle geplanten Maßnahmen plus Umweltzone brauchen, erst dadurch würden die Grenzwerte unterschritten.“ Aber wie gesagt, ich leg‘ für die Richtigkeit der Berechnungen usf. nicht unbedingt meine Hand ins Feuer.

Die Bonner Grünen, die als Verfechter der Umweltzone „schnellstmöglich“ die Umsetzung fordern, haben sich schon mal vorgewagt: Sie wollen einen „Sperrbezirk“ für Fahrzeuge, der begrenzt wird durch die Nordbrücke, Autobahn 565, die Reuterstraße, die Friedrich-Ebert-Allee, Südbrücke, Rhein und ein kleines Stück in Beuel rund um die Kennedybrücke herum. Über den Antrag berät der Stadtrat am 25. März.

Keine Umweltzone für Bonn 2009

In Köln wurde zum 1. Januar 2008 eine Umweltzone eingeführt: Innerhalb dieser Zone dürfen nur noch Fahrzeuge rein, die mit einer entsprechenden Feinstaubplakette (rot, gelb oder grün) gekennzeichnet sind. Für Autofahrer bedeutet das, dass innerhalb dieser Zone ein generelles Fahrverbot für besonders umweltbelastende Fahrzeuge besteht. In Bonn wurde lange überlegt, es den Kölnern gleich zu tun. Vor allem die zu hohe Konzentration von Stickstoffdioxid an der Reuterstraße sind ein Problem. Das Haupteinfalltor der Berufspendler.
Jetzt ist aber klar: In Bonn wird es künftig keine Umweltzone geben. Bonn will im Kampf gegen Luftverschmutzung stattdessen u.a. umweltfreundliche Technik fördern. Der Hintergrund: In Köln ist die Umweltzone wirkungslos.

Dank an Herrn Stuff für den Hinweis!

Autofreie Innenstädte in NRW – Update

Bereits im Januar,haben wir das erste mal auf das Nahen der Umweltzonen hingewiesen, jetzt wirds konkret:

Köln weist zum 1. Januar 2008 eine Umweltzone aus. Innerhalb dieser Zone gilt ab diesem Termin in der ersten Stufe ein Fahrverbot für alle Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 1 (alle Dieselfahrzeuge mit Euro 1 und schlechter, sowie alle Fahrzeuge mit Otto-Motoren mit schlechter als Euro 1). In einer 2. Stufe, die voraussichtlich ab dem 1.1.2010 in Kraft treten soll, wird das Fahrverbot auf alle Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 2 ausgeweitet.

Die Umweltzone umfasst den gesamten Innenstadtbereich vom Rhein bis an den Grüngürtel (linksrheinisch entlang des Eisenbahnringes und dessen angenommener Verlängerung zum Rhein) und rechtsrheinisch die Stadtteile Deutz und Mühlheim. Die Umweltzone hat eine Gesamtgröße von 15,1 km²

Einen Plan stellt die Stadt Köln zur Ansicht hier (PDF) bereit. Weitere Infos der Stadt gibts hier.

Bonn plant bislang anscheinend keine Einrichtung einer Umweltzone. Interessant bleibt allerdings auch weiterhin die Umsetzung im Ruhrgebiet, da man nach wie vor an einer Städte übergreifenden Lösung arbeitet, die das gesamte Ruhrgebiet umfassen soll.

Weitere Informationen zur Plakette gibts hier.

Autofreie Innenstädte (Kurzfassung)

Ok, es war einen Versuch wert, ein wenig optimistisch, aber einen Versuch wert. Lange Blogbeiträge liest einfach kein Mensch, ich auch nicht, so gesehen war das eigentlich Unsinn.

Daher noch mal in Kürze: Wer spätestens ab Januar 2008 nicht plötzlich am Rande diverser Deutscher Städte stehen möchte um sich dort mit einer Umweltzone und dem Umstand konfroniert zu sehen, dass er nicht mehr weiterfahren darf, weil es seinem Auto an einer Umweltplakette mangelt, der sollte sich ab März bei TÜV oder Dekra oder anderen in Kürze hoffentlich ausgewiesenen Verkaufsstellen um eine solche bemühen.

Wer jetzt wissen will, warum das so ist und was es damit auf sich hat, der kann ggfs. noch mal in Erwägung ziehen hier mehr darüber zu lesen : -).

Wer nicht, sollte mir einfach glauben. Der sollte allerdings noch wissen, dass PKW der Schadstoffklasse 1 ab Januar 2008 der Zugang zu den dann eingerichteten Umweltzonen nicht mehr gestattet wird. Selbst dann nicht, wenn man sie Anwohnern gehören. Jetzt?

Autofreie Innenstädte in NRW?

Das könnte ab dem 01.03.2007 tatsächlich der Realität entsprechen, denn bis 2010 muss Deutschland den Schadstoff-Ausstoß drastisch reduzieren um die EU-Norm zu erfüllen. Aus diesem Grund wurde am 10. Oktober 2006 in Bonn die „Verordnung zum Erlass und zur Änderung von Vorschriften über die Kennzeichnung emissionsarmer Fahrzeuge“ ausgegeben, die jetzt am 01.03.2007 in Kraft tritt und zur Folge hat, dass viele Städte in NRW die Einrichtung von so genannten Umweltzonen planen. Innerhalb dieser Umweltzonen gilt ein generelles Fahrverbot für alle Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 1, dazu gehören beispielsweise: Diesel ohne Russpartikelfilter oder Benziner ohne bzw. mit einem Kat der ersten Generation. Die weiteren Schadstoffgruppen werden mittels einer Umweltplakette gekennzeichnet: rot (2), gelb (3) oder grün (4).

Vor allem Innenstadtbereiche sollen zukünftig als Umweltzonen ausgewiesen werden. Diese dürfen nur von Fahrzeugen befahren werden, die mit einer entsprechenden Umweltplakette gekennzeichnet sind. Vorerst gilt hier, dass alle Wagen die eine Plakette haben, diese Bereiche befahren dürfen. Eine spätere Verschärfung der Regelung ist jedoch nicht auszuschließen. Gilt auch keine Plakettenpflicht, so gilt jedoch, dass PKW ohne Plakette, egal welchen Baujahrs, nicht berechtigt sind, die Umweltzone zu befahren. Tut man es doch: 40 € weniger, ein Punkt in Flensburg mehr. Selbst wer in einer Stadt lebt, die vorerst keine Umweltzone einrichtet, Bonn scheint bisher dazu zu gehören, sollte darüber nachdenken, dass der Weg nach Köln oder ins Ruhrgebiet zu einer ungewollten Park and Ride Tour werden kann, wenn der Wagen nicht entsprechende gekennzeichnet ist.

Plaketten gibt es voraussichtlich ab März bei TÜV und Dekra sowie vielen anderen Verkaufstellen zum Preis von recht überschaubaren 5-10 €. (Was wohl verständlich ist, denn wenn man den Endverbraucher schon in die Bredouille bringt seinen Wagen auf eigene Kosten teuer nachrüsten zu lassen, bzw. in im schlimmsten Fall mit der Notwendigkeit einer Neuanschaffung konfrontiert, sollte man die Plaketten zumindest zum kleinen Preis anbieten. Übrigens: Ist sie einmal gekauft, gilt sie für die Lebenszeit des Wagens.)

Nicht, dass jetzt jemand glaubt, die böse EU habe sich letztes Jahr im Sommerloch mal eben überlegt, was man machen könne um in Sachen Umweltschutz mal wieder ein wenig mehr „Gas zu geben“ und sei darüber in sinnlosen Aktionismus ausgebrochen. Die Auflage wurde bereits 1999 erlassen.

Doch bislang gibt es kaum konkrete Informationen darüber welche Bereiche in welchen Städten als Umweltzonen deklariert werden. Köln wird vermutlich im gesamten Innenstadtteil innerhalb des Eisenbahnrings sowie im rechtsrheinischen einen Teil von Mühlheim und Deutz als Umweltzone einrichten. Das Ruhrgebiet, die Abgasglocke NRWs, arbeitet an einer städteübergreifenden Lösung, von Duisburg bis Dortmund.

Damit man es schafft, die EU-Vorgaben in jetzt nur noch zwei verbleibenden Jahren einzuhalten (eingerichtet werden die Zonen so wie es bislang aussieht nämlich erst ab Herbst 2007 oder zum Jahresbeginn 2008), können kaum Ausnahmenregelungen getroffen werden. Will man zumindest den drei Schadstoffgruppen die plakettenberechtigt sind die Zufahrt in die Umweltzone ermöglichen, gibt es beispielsweise keine Ausnahmeregelung für Anwohner, sondern nur für Einsatzfahrzeuge (Feuerwehr, Polizei, Militär) oder Schwerbehinderte.

Macht man mehr Ausnahmen, so wird jetzt schon in Aussicht gestellt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis auch Fahrzeuge mit gelben und roten Plaketten die Umweltzonen nicht mehr befahren dürfen.

Da fragt man sich doch, wie der Staat sich das vorstellt. Wird der Neuwagenkauf jetzt vom Staat subventioniert? Wohl kaum. Wird die Industrie ein Supersonderangebot nach dem anderen raushauen und sich damit dafür bedanken, dass ihr durch die neue Regelung keine Mehrkosten sondern eigentlich nur Mehr-Gewinne ins Haus stehen? Wohl kaum. Ludwig Ahrenz vom Umweltdezernat weist beim WDR darauf hin, dass es „ein Skandal [ist], dass 2005 kein einziger deutscher PKW einen Filter hatte“ und dass die EU es versäumt habe gesetzliche Vorgaben für die Autoindustrie zu erlassen und man sich „wäre das anders (…) die Umweltzonen sparen“ könne.

Zu den gesetzlichen Vorgaben könnte beispielsweise eine Richtlinie gehören, nach welcher der Einbau von Russpartikelfiltern bei Neuwagen verpflichtend ist. Doch was passiert, wenn auch nur ein Versuch in diese Richtung unternommen wird zeigt sich jetzt aktuell wieder in Brüssel. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas hatte kürzlich eine gesetzliche Regelung angekündigt, die Automobilhersteller verpflichten soll den CO2 Ausstoß von Neufahrzeugen bis 2012 um ein Viertel zu senken. Als Antwort darauf bekam er Post von Norbert Reithofer (BMW), Bernhard Mattes (Ford), Hans Demand (Opel), Martin Winterkorn (Volkswagen) und Dieter Zetsche (Daimler-Chrysler). Die Herren waren sich nicht zu schade darauf hinzuweisen, dass infolge der Durchsetzung dieser Regelung „schwerste Verwerfungen in der Automobil- und Zuliefererindustrie“ sowie eine Abwanderung zahlreicher Arbeitsplätze aus Deutschland zu erwarten sei*.

Wenn ich auch nicht kleinlich sein will, aber meiner Meinung nach ist hier der Tatbestand der Erpressung erfüllt und da ist eigentlich schon der Versuch strafbar.

So oder so, so wie es im Moment aussieht, wird die Hauptlast der Umsetzung der „Verordnung zum Erlass und zur Änderung von Vorschriften über die Kennzeichnung emissionsarmer Fahrzeuge“ auf den Schultern des vielzitierten kleinen Mannes liegen bleiben. Der ist dann jetzt nicht nur Deutschland. Jetzt ist er auch die EU.

Quellen & weitere Informationen:
Autos raus aus der City (WDR 2)
Fahrverbot für Stinker (WDR)
Umweltplakette und Umweltzonen
Bundesgesetzblatt, Teil 1, Nr. 46 Teil 1(PDF)
* Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 28.01.2007, Wirtschaft, „Autokonzerne gegen Brüssel“, Seite 33